Vom Kalb zur nachhaltigen Roboterkuh
Eine nachhaltige, für das Robotermelken geeignete Kuh mit einer hohen Lebensproduktion; welcher Milchviehbauer wünscht sich das nicht? Leider liegt die durchschnittliche Kälbersterblichkeitsrate in den ersten sechs Monaten in vielen Milchviehbetrieben bei 12%. Das ist eine hohe und sehr kostspielige Sterblichkeitsrate, die außerdem sehr zeitaufwändig und störend ist. Es gibt jedoch eine bessere Option, denn in den besten Betrieben liegt die Sterblichkeitsrate der Kälber zwischen 3 und 4%. In der Aufzucht von Jungvieh können durch richtiges Management zahlreiche Gesundheitsprobleme vermieden werden.

Checkliste und Broschüre
Auf der Website können Sie eine Checkliste für die Bewertung Ihres Jungviehbestands herunterladen; was läuft gut und welche Punkte können verbessert werden? Zu Ihrer weiteren Unterstützung hat Lely eine Broschüre für die Jungviehzucht veröffentlicht, diese enthält zahlreiche Ratschläge, mit denen Sie die Gesamtzucht verbessern und nachhaltige, für das Robotermelken geeignete Kühe züchten können. Nachstehend finden Sie eine Übersicht der wichtigsten Schwerpunkte für die Aufzucht von Jungvieh.
Bitte drücken sie hier für die Broschüre oberhalb breeding young stock
Checklist_jongvee_DE.doc
Ziel und Kosten der Jungviehaufzucht
Ziel der Jungviehaufzucht: eine vollständig ausgewachsene Färse, die beim korrekten Gewicht kalbt, problemlos Milch produziert, viel Raufutter aufnimmt und aufgrund ihrer robusten Konstitution sehr nachhaltig und selbsttragend ist. Die Aufzucht eines Kalbes zu einer milchproduzierenden Färse dauert durchschnittlich zwei Jahre oder länger und verursacht entsprechende Kosten. Milchviehbauern rechnen mit einem Betrag von ca. 1.500 € (inklusive aller Kosten, mit Ausnahme von Gebäudekosten) für jede Färse, die auf dem Hof aufgezogen wird. Je nach Größe des Betriebs läuft dies auf Kosten in Höhe von 4 bis 5 Eurocent je Liter Milch hinaus.
Kolostrum: reichlich, frisch, schnell und häufig
Die problemlose Geburt eines lebenden Kalbes ist ein guter Ausgangspunkt für die Zuchtperiode. Während des vorangehenden Zeitraums spielen ein optimales Viehmanagement sowie die richtige Fütterung eine entscheidende Rolle. Ein neugeborenes Kalb verdient optimale Aufmerksamkeit. Der Grundstein zu einer nachhaltigen Kuh mit hoher Produktionsleistung wird während der ersten Lebenstage des Kalbes gelegt. Kolostrum ist die Grundvoraussetzung. Es gilt das Motto: reichlich, frisch, schnell und häufig. Kurz gesagt: mindestens 3 bis 4 Liter Kolostrum in den ersten Stunden nach der Geburt.
Gruppenunterbringung
Nach 3 bis 10 Tagen können die Kälber in Altersgruppen untergebracht werden, die mit einer automatischen Kälbertränkstation ausgestattet sind. Damit beginnt die soziale Entwicklung der Kälber. Die Bereitstellung von Milch über eine automatische Tränkstation senkt nachhaltig die Gefahr von Fütterungsfehlern, da die Kälber häufiger kleinere Portionen erhalten. So werden die Kälber außerdem dazu angeregt, auch feste Nahrung anzunehmen. Daher sollte Kälbern, die etwa eine Woche alt sind, laufend Raufutter sowie frisches und sauberes Trinkwasser zur Verfügung stehen.
Lely Calm Automatische Kälbertränke
Eine automatische Kälbertränke kann durchschnittlich 25 bis 30 Kälber (pro Box) mehrmals täglich mit maßgeschneiderten Milchrationen versorgen. Eine Lely Calm Kälbertränke führt zu einer Arbeitserleichterung zwischen 60 und 70%, bei einer Aufzucht von 60 Kälbern pro Jahr kann ein Milchviehbauer die Kosten seiner Investition innerhalb von 3 Jahren wieder erwirtschaften. Die Lely Calm Kälbertränke kann problemlos mit einer Kraftfutterstation kombiniert werden. Dies ist eine ausgezeichnete Vorbereitung auf die Melkung im Roboter, bei der die Tiere ebenfalls Kraftfutter erhalten.
Optimales Wachstum
Nach der Entwöhnung kommt es darauf an, das Wachstum der Kälber optimal zu nutzen. Kälber bis zum Alter von 1 Jahr dürfen so schnell wachsen, wie sie können, damit sie das Ziel erreichen, im Alter von 24 Monaten kalben zu können. Für die Befruchtung von Jungvieh ist eine bestimmte körperliche Entwicklung erforderlich: Gewicht ca. 370 kg, Schulterhöhe ca. 1,32 m und Brustkorbgröße 165 cm.
Unterbringung und Gesundheit
Eine separate Unterbringung von Kälbern im Alter von bis zu einem Jahr und älterem Vieh ist für eine gesunde Jungviehaufzucht unumgänglich. Kälber können sich durch Kontakt zu Jungvieh oder ausgewachsenen Kühen schnell mit verschiedenen Krankheiten anstecken. Die Übertragung von Krankheiten kann begrenzt werden, indem Jungvieh separat untergebracht wird, eine Hygieneschleuse installiert wird und der Arbeitsablauf „von jung nach alt“ eingehalten wird.
Die optimale Aufzucht von Jungvieh macht sich schnell bezahlt; die Färse kalbt schneller, produziert schneller Milch und sucht aktiv und freiwillig den Roboter auf.
Wichtigste Punkte zur Verbesserung der Kälbergesundheit:
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