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T4C Managementprogram

Lelys T4C (Zeit für Kühe) überwacht mehr, als Sie für möglich gehalten hätten

Lely erklärt oft, dass die Einführung des Melkroboters nicht nur das automatische Melken, sondern auch das Gesamtmanagement in Milchviehbetrieben verändert hat. Das Managementprogramm des Melkroboters bietet umfassende Informationen, damit sie früher bessere Managemententscheidungen treffen können. Dank des Roboters sammeln Sie Unmengen von Daten über Milch, Verhalten und somit über die Gesundheit Ihrer Kühe. Durch die Einführung der neuesten Version des T4C (Zeit für Kühe) Managementprogramms macht Lely jetzt den nächsten Schritt.

Eine neue Sichtweise der Ergebnisse
Daten werden vom Managementprogramm des Lely Astronaut auf eine Art von Informationen aufbereitet, die Sie zum einzigartigen Betreiber eines Milchviehbetriebs machen. Die neueste T4C Version, verfügbar ab 1. Dezember 2009, bietet mehr Information, besonders in Form von kombinierten Hinweisen, was eine herausragend benutzerfreundliche Datenpräsentation gewährleistet.

Leistungsindikator
Wir haben uns daher entschieden, in der aktuellen Version von T4C die wichtigsten Parameter als Leistungsindikatoren auf einem Armaturenbrett anzuzeigen. So haben Sie alle Ihre Daten immer im Blick und sehen sofort, welche Kühe Ihre ganz besondere Aufmerksamkeit erfordern. Lely hat derzeit bis zu 20 Leistungsindikatoren (KPIs) definiert.

Anzahl der Melkvorgänge pro Kuh
Die Anzahl der Melkvorgänge pro Kuh ist ein wichtiger KPI, um die Leistung des Betriebs zu überwachen. In Abbildung 1 sehen Sie, dass der Indikator in der Abbildung auf den grünen Bereich verweist, dies bedeutet, dass die Durchschnittszahl der Melkvorgänge mehr als 2,5 beträgt. Es wird angezeigt, dass die durchschnittliche Anzahl der Melkungen in den letzten 24 Stunden bei 2,8 liegt; der Durchschnittswert der letzten 7 Tage (2,7) wird in Klammern dahinter angezeigt. Der rote Punkt auf dem Bildschirm zeigt jedoch, dass es in einer der Gruppen weniger Melkvorgänge gab. Indem Sie auf den roten Punkt klicken, können Sie die Anzahl der Melkungen in jeder einzelnen Gruppe anzeigen (siehe Abbildung 2). Sie sehen, dass an Roboter 103 zu wenige Melkvorgänge verzeichnet wurden. Wenn Sie auf den Bericht „Melkung - Besuchsverhalten“ klicken, wird ein Bericht für jede einzelne Kuh angezeigt. So können mit wenigen Mausklicks die Kühe lokalisiert werden, die die Abweichung verursacht haben. Unter anderem bietet das Armaturenbrett einige Werkzeuge, mit denen Sie sich schnell und praktisch über die aktuelle Leistung der Herde informieren können. So können Sie sofort eingreifen, sobald kritische Punkte erkannt werden, die besondere Aufmerksamkeit erfordern.

Abbildung 1: Leistungsindikator Melkung/ Kuh/ Tag

Abbildung 2: KPI Detail

Fett / Proteinklassifizierung
Eine Klassifizierung des Fett- und Proteingehalts wird jetzt täglich geliefert im Gegensatz zu dem Feedback, welches Sie von Ihrer Milchkontrolle 4-6 Wochen später erhalten. Diese Information spezifiziert diese Inhalte nicht nur pro Kuh sondern auch für die Herde. Bei jeder Melkung wird die Milch analysiert damit Sie viel schneller auf Veränderungen, sofern sie auftreten, reagieren können. Somit sichern Sie Ihren Milchaufschlag und sind gleichzeitig in  der Lage, Acedose/Ketosis in einem frühen Stadium zu erkennen. Das führt zu einer gesünderen Herde, niedrigeren Tierarztkosten sowie reduzierten Kosten für die Milchkontrolle durch eine geringere Anzahl von Prüfungen. Die Bewertung basiert auf den letzten 5 Melkungen (bei der Milchkontrolle, normalerweise auf 2 Melkungen).

Noch genauere Mastitiserkennung
Eine Umfrage unter den Benutzern des Lely Astronaut Melkroboters, welche von Studenten des In Holland College in den Niederlanden durchgeführt wurde, hat gezeigt, das 82% der Hinweise für Mastitis korrekt sind. Lely strebt nach einer 100% Zuverlässigkeit. Nachdem der Lely Astronaut Roboter der einzige Roboter ist, der pro Viertel pulsiert, und so gewährleistet, dass jedes Viertel richtig ausgemolken wird, hat die o.g. Studie auch gezeigt, dass die Anzahl der Mastitisfälle mit 75% gefallen ist. Durch das neue Lely MQC und die aktualisierte T4C Version wurde die Sensibilität für Mastitiserkennung auf ein Niveau angehoben, welches weit über 90% liegt; die Zuverlässigkeit bei Hinweisen überstieg sogar 99%. Dementsprechend wurden Berechnungen und Messungen weiter verfeinert und verbessert, einschl. einer Kombination von Signalen für Leitfähigkeit, Farbe, Milchertrag pro Viertel und Anmelkzeiten. Alle relevanten Signale werden in einem einzigen, transparenten Hinweis präsentiert.

Erkennung von wässriger Milch
Wässrige Milch wird als wichtiger Indikator von bevorstehenden Krankheiten gesehen. Es kann ein Signal dafür sein, dass eine E.coli Infektion beginnt. Die akute Entzündungsreaktion, die E.coli hervorruft, erfordert sofortige Aktion; nur dann besteht eine gute Chance auf Heilung. Wenn wässrige Milch erkannt wird, wird mit dem neuen T4C ein  deutlicher Hinweis gegeben. Der Milchbauer kann dann eine Voreinstellung für die Standardseparierung von wässriger Milch einstellen.

Verbesserte Hinweise bei Gewichtsschwankungen
Der Wiegeboden im Lely Astronaut Melkroboter hat eine Doppelfunktion; er stellt nicht nur die Startposition des Arms vor jeder Melkung fest sondern wiegt auch die Kühe vor jeder Melkung. Bis jetzt wurde diese Information als eine objektive Zahlenreihe über Gewichte und Hinweise präsentiert und wurde primär für Kühe angezeigt, die (deutlich) erkennbare Gewichtsschwankungen in einem kurzen Zeitraum zeigten (unsere eigene Studie hat gezeigt, dass der Hinweis für Gewichtsverlust als Folge von Krankheit jetzt 3 Tage früher generiert wird; außerdem wurde die Zuverlässigkeit verbessert!). Die neue Software berücksichtigt auch den allmählichen Fortschritt beim Gewicht und die Relation zum Anfangsgewicht, was es Ihnen als Milchbauern im Fall von großem Gewichtsverlust ermöglicht, sofort zu handeln. Weiterhin können Viehberater ihre Einstellungen in die Kuhrationen erhöhen um einen verbesserten Zustand zum Beginn der Laktation zu gewährleisten.

T4C Reproduktionsmodul

Produktion, Gesundheit und Reproduktion sind die Hauptparameter, die sich auf die Gesamtleistung der Herde in Milchviehbetrieben auswirken. Mit der Erweiterung des Lely T4C Management-Systems um ein Reproduktionsmodul bieten wir Ihnen ein leichtes Tool für eine kosteneffiziente Steuerung bzw. Steigerung der Reproduktionsleistung Ihrer Herde.

Das Modul ist als separates Zusatz-Modul innerhalb von T4C erhältlich. Neben Management-Informationen über die Reproduktion enthält es neue überzeugende Funktionalitäten, wie z.B. automatische Herdenregistrierung, automatische Trächtigkeitserkennung, Besamungs-Feedback und Vorhersage des Kalbungszeitpunkts (je nach Typ der Qwes-Marken). Diese neuen Funktionalitäten können nach Wunsch aktiviert bzw. deaktiviert werden.

Management-Informationen über Reproduktionsleistung
Im Reproduktionsmodul zeigt ein Herdenüberblick alle Schlüssel-Reproduktionsparameter an. Um Trends diagnostizieren und analysieren zu können, werden Daten für einen "letzten Zeitraum" (die letzten 30 Tage oder das letzte Vierteljahr) im Vergleich zu einem "Bezugszeitraum" (das letzte Vierteljahr, das letzte Jahr oder ein benutzerdefinierter Zeitraum) dargestellt.   Veränderungen zwischen dem letzten Zeitraum und dem Bezugszeitraum werden mit Pfeilen dargestellt, wodurch sich die jüngste Leistung leicht auswerten lässt.  

 

Abbildung 1: Ansicht der Startseite des Reproduktionsmoduls; ein Überblick der verschiedenen Reproduktionsparameter und deren Trends wird angezeigt

Zusätzliche Grafiken und Berichte liefern wichtige Informationen auf Herden- und Kuhebene, um die Reproduktionsleistung auszuwerten, Trends zu analysieren und Managemententscheidungen zu treffen oder -maßnahmen zu ergreifen. Der Bericht "cow actual status" (Kuhstatus aktuell) zum Beispiel zeigt den aktuellen Reproduktionsstatus eines Tieres abhängig von den Laktationstagen und vom Milchertrag (siehe Abbildung 2).

 

Abbildung 2: Grafik "cow actual status" (Kuhstatus aktuell) zeigt den Reproduktionsstatus einer Kuh abhängig von den Laktationstagen und vom Milchertrag an

Vorhersage des Kalbungszeitpunkts (mit Qwes-HR)
Auf der Grundlage der Wiederkäuaktivität in der Trockenperiode werden Kühe, die wahrscheinlich innerhalb der nächsten 12 Stunden kalben werden, markiert (siehe Abbildung 3).

 
Abbildung 3: Vorhersage des Kalbungszeitpunkts; nur möglich bei Verwendung der Qwes-HR-Marken


Volle Kontrolle
Um es zusammenzufassen: die neuen Tools im Reproduktionsmodul des T4C helfen Ihnen, Folgendes zu erreichen: • weniger Besamungen pro Trächtigkeit
• kürzere Kalbungsintervalle
• weniger Keulungen aufgrund von Fertilitätsproblemen
• geringerer Arbeitsaufwand für Trächtigkeitsuntersuchungen und tägliche Fertilitätsarbeit

Folglich erspart Ihnen das Reproduktionsmodul Zeit und Geld, durchschnittlich € 2.400 bei einer Herde von 100 Kühen.