Da Futtersortierung sehr schwer zu vermeiden ist, wird Überbelegung auch dazu führen, dass dominante Kühe die nahrhaftesten Partikel fressen. Dominierte Kühe (z.B. frisch abgekalbte) müssen dann die mehr faserhaltigen, weniger energetischen Partikel fressen, was ihre Energiebalance verschlechtert. Die Anwendung der PMR (Teilweise Mischration) Fütterungsstrategie gewährleistet, dass Kühe gemäß ihren individuellen Anforderungen gefüttert werden. Eine gut ausgewogene PMR verhindert, dass dominante Kühe schlingen.
In Herden mit Melkrobotern ändert sich die Herdendynamik im Laufe der Zeit und unterscheidet sich von Herden mit traditionellen Melkständen. Allerdings ist die oft gehörte Bemerkung, dass – durch diese veränderte Dynamik – es nicht mehr notwendig ist, pro Kuh eine Box und einen Platz am Futtertisch zu haben, falsch. Besonders in der Nacht und während der Fütterung haben Roboterherden eine mehr oder weniger ähnliche Dynamik wie traditionelle Herden.
Fütterung-Liegeverhalten
In Herden mit Melkrobotern ändert sich die Herdendynamik im Laufe der Zeit und unterscheidet sich von Herden mit traditionellen Melkständen. Allerdings ist die oft gehörte Bemerkung, dass – durch diese veränderte Dynamik – es nicht mehr notwendig ist, pro Kuh eine Box und einen Platz am Futtertisch zu haben, falsch. Besonders in der Nacht und während der Fütterung haben Roboterherden eine mehr oder weniger ähnliche Dynamik wie traditionelle Herden.
Fütterung-Liegeverhalten
In Herden mit Überbelegung verbringen die Tiere mehr Zeit mit Stehen in den Gängen und am Futtertisch und verbringen demzufolge weniger Zeit mit Liegen und Fressen. Um die verminderte Fresszeit zu kompensieren, fressen Kühe schneller und verzehren größere Portionen. Solch ein Fressverhalten erhöht das Risiko von Pansenacidose. Zusammen mit den erhöhten Stehzeiten, erhöht dies wiederum das Risiko von Klauenfehlsteuerungen wie Klauenrehe (siehe Abb. 1). Gute Klauengesundheit ist ausschlaggebend für ein optimales Besuchsverhalten im Roboter.

Abb. 1: Verfärbung der Sohle als Folge von sub-akuter Klauenrehe.
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Besonders niedrigrangige Kühe wie Färsen und frisch abgekalbte Kühe sind die ersten, die von der Überbelegung betroffen sind. Diese Tiere werden häufiger von dominanten Kühen am Futtertisch verdrängt. Außerdem erhöhen freie Gänge die Möglichkeiten für niedrigrangige Tiere, den Roboter ohne Störung durch stehende Tiere zu besuchen.
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Da Futtersortierung sehr schwer zu vermeiden ist, wird Überbelegung auch dazu führen, dass dominante Kühe die nahrhaftesten Partikel fressen. Dominierte Kühe (z.B. frisch abgekalbte) müssen dann die mehr faserhaltigen, weniger energetischen Partikel fressen, was ihre Energiebalance verschlechtert. Die Anwendung der PMR (Teilweise Mischration) Fütterungsstrategie gewährleistet, dass Kühe gemäß ihren individuellen Anforderungen gefüttert werden. Eine gut ausgewogene PMR verhindert, dass dominante Kühe schlingen.
KuhverkehrUm ein gutes Besuchsverhalten zum Roboter zu erreichen, muss der Roboter leicht zugänglich sein. Zuerst bedeutet dies, dass es ausreichend Freizeit am Roboter geben muss, damit eine Kuh den Roboter betreten und gemolken werden kann. Die Freizeit am Roboter sollte mindestens 10% betragen, allerdings ist es besser, 15% Freizeit am Roboter zu haben, um Arbeitseinsparung zu garantieren. Freizeit ist die Zeit, in welcher der Roboter frei zugänglich ist. Wenn es weniger Freizeit gibt, werden besonders dominierte Kühe nicht ausreichend gemolken; ganz einfach deshalb, weil sie nicht die Gelegenheit dazu oder Angst davor haben (siehe Abb. 2).
Tiere, die nicht regelmäßig gemolken werden (mindestens zweimal/täglich) haben ein erhöhtes Risiko von Eutergesundheitsproblemen. Überbelegung eines Roboters hängt nicht nur von der Anzahl der Tiere ab sondern auch von der Melkgeschwindigkeit und der Behandlungszeit im Roboter. Der Roboterleistungsbericht im T4C Managementprogramm zeigt die Maschinenergebnisse über den vergangenen Zeitraum, einschl. der Anzahl der Melkungen, der Zeit, die mit verschiedenen Aktivitäten verbracht wurde und die Überkapazität der Maschine.
Prozentsatz der Kühe, die eingesammelt werden müssen % Freizeit Optimales RoboterbetriebsmanagementSchlechtes Roboterbetriebsmanagement.
Abb. 2: Relation zwischen % Freizeit am Roboter und % der Kühe, die eingesammelt werden müssen Roboterbetriebe mit schlechtem Management verbringen mehr Zeit damit, Kühe einzusammeln. Um die Arbeit zu reduzieren und die Hofleistung zu verbessern ist es wichtig, das Futtermanagement, den Platz vor dem Roboter und im Stall, die tägliche Routine des Bauern und die Tiergesundheit (z.B. Klauenpflege) zu optimieren.
Zweitens ist der Platz vor und um den Roboter ausschlaggebend, um ausreichende Besuche im Roboter zu erreichen. Dieser Bereich ist der verkehrsreichste Teil des Stalls also werden jegliche Hindernisse den Kuhverkehr stören und die Besuche im Roboter verringern. Für einen guten Zugang muss der Roboter sichtbar und von jedem Punkt im Stall leicht zu erreichen sein. Wie bereits erwähnt führt Überbelegung dazu, dass mehr Tiere nur am Futtertisch und in den Gängen stehen. Dies beeinträchtigt einen guten Zugang und die Sichtbarkeit des Roboters und behindert den Kuhverkehr.

Abb. 3: Ausreichend Freiraum vor dem Roboter und im Stall
Überbelegung und Tiergesundheit
Überbelegung erhöht das Risiko von Störungen wie Acidose und Lahmheit. Bei frischen Kühen und Färsen wird sie die Energiebalance verschlechtern und das Risiko von Stoffwechselstörungen erhöhen. Als Folge gibt es eine indirekte Auswirkung auf die Fruchtbarkeit, d.h. verzögerter 1. Eisprung und verzögerte Empfängnis.
Tipps und Tricks
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