Mastitis: eine multifaktorielle Krankheit erfordert einen multifaktoriellen Ansatz

„Eine Reihe von Milchviehbetrieben hat es nicht geschafft, ihre Zellzahlprobleme zu lösen, was aber auf keinen Fall heißt, dass es so etwas wie unlösbare Zellzahlprobleme gibt. Tatsächlich kann jeder Milchviehbetrieb mit dem richtigen Ansatz das Problem ausmerzen.“ Das ist die absolute Überzeugung von Prof. Sarne de Vliegher von der Universität Gent.

Management, Melken

Mastitis ist in vielerlei Hinsicht eine störende Erkrankung: sie führt zu Stress unter den Milchviehhaltern und ihren Herden, führt zu zusätzlichem Einsatz von Antibiotika, führt zu Verschwendung von Futter und verursacht erheblichen finanziellen Schaden. 

Drei Faktoren bestimmen, ob Mastitis auftritt: das Vorhandensein von Bakterien, der Zustand (und das Alter) der Kuh und die Methoden, die vom Landwirt angewendet werden. Jeder Milchviehbetrieb hat ein bestimmtes Bakterienmuster mit einer Vielzahl unterschiedlicher Arten, wie durch eine Studie der Universität von Gent aufgedeckt werden konnte. Da so viele Faktoren im Spiel sind, hat Prof. de Vliegher ein Zehn-Punkte-Programm zur erfolgreichen Bekämpfung von Mastitis präsentiert. 

„Wir wissen das in der Tat schon seit den sechziger Jahren. Natürlich ist das Wissen über Mastitis seit dieser Zeit enorm gewachsen, aber die Botschaft bleibt: folgen Sie beständig dem Programm.“ Für Lely hatte Prof. de Vliegher eine weitere bestimmte Botschaft: „Dank der Verwendung von Robotern werden enorme Datenmengen bezüglich der Eutergesundheit zur Verfügung gestellt. Die Kunst liegt darin, diese Informationen zu interpretieren.“ 

Prof. de Vliegher hat auch die Bedeutung bakteriologischer Forschung unterstrichen: „Sie liefert uns Informationen darüber, welche Bakterien in einem Betrieb aktiv sind. So kann die Verwendung der Medikation entsprechend angepasst werden.“ Ein weiterer Tipp für Berater: wiederholen Sie Ihre Empfehlung an die Milchviehhalter, selbst wenn die Botschaft unangenehm ist. „Kühe keulen, die wiederholt an Mastitis leiden, ist eine Empfehlung, die viele Milchviehhalter zögern lässt, aber Keulen ist wirklich notwendig.“

Einen Eindruck vom Symposium erhalten Sie hier.

Lesen Sie auch den Artikel über „Eutergesundheit, gesunder Menschenverstand“.

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