Beweidung mit Lely Astronauten - Praxistipps

Beweidung mit Lely Astronauten wird weltweit in den meisten Ländern, in denen mit Lely Astronauten gemolken wird, praktiziert. In Ländern wie Irland, Großbritannien, den Niederlanden, Neuseeland, Frankreich und Schweden ist Beweidung mit Lely Astronauten seit vielen Jahren üblich.

Management, Weidehaltung

Eine gut gepflegte Grasnarbe bietet der Herde eine weitgehend vollwertige Ernährung und liefert Energie, Eiweiß und viele wichtige Mineralstoffe und Vitamine. Im Lely Astronaut wird dieses Weidegras um Kraftfutter ergänzt, um eventuelle Ernährungsdefizite auszugleichen und zusätzliche Energie und Eiweiß für eine nachhaltige Milchproduktion und mehr Kuhgesundheit bereitzustellen.

Wie unser Haltungsprinzip, funktioniert ein Weidegrassystem nach dem gleichen Prinzip des freien Kuhverkehrs, d. h. die Kuh kann den Lely Astronaut besuchen, wann sie will. Durch den Appetit auf zusätzliche Energiestoffe in Form von Kraftfutter oder neuem frischem Gras wird die Kuh zusätzlich motiviert, den Astronaut aufzusuchen. Lely hat eine Reihe von Strategien entwickelt, um die Fütterung mit Gras zu unterstützen:
 

  • Gras-Management und Budgetierung der Graszuteilung sind unerlässlich. Eine zu hohe Graszuteilung macht die Kühe übervoll und träge, so dass sie lieber liegen als den Roboter besuchen. Bei einer zu niedrigen Graszuteilung suchen die Kühe den Roboter zu früh auf, da sie auf der Suche nach frischem Gras oder Kraftfutter sind und gutes Gras für ihre Gesundheit und ihre Milchproduktion fehlt. Bei richtiger Futterzuteilung nehmen die Kühe ausreichend Trockenfutter und Energiestoffe auf und bleiben trotzdem motiviert, den Roboter zu besuchen.
  • Auch der richtige Typ Kraftfutter spielt eine wichtige Rolle. Um den Roboter für die Kühe interessant zu machen, ist es wichtig, eine gute Qualität Kraftfutter mit mindestens 10 % mehr Energie als Gras anzubieten. Das Kraftfutter muss für die Kuh im Roboter schmackhaft und bekömmlich und einfach aufzunehmen sein.
  • Es ist wichtig, dass im Roboter geeignetes Kraftfutter gefüttert wird, um die Ernährung zu ergänzen und die Kuh dafür zu belohnen, dass sie von der Weide gekommen ist und den Roboter aufsucht. Es wird eine Mindestmenge von 2 kg Kraftfutter pro Tag empfohlen, um die Kuh mit mindestens 1 kg pro Besuch zu belohnen, so dass sie gerne wiederkommt.
  • Wenn weniger als 6 kg Trockenfutter zur Verfügung stehen, ist eine Pufferfütterung erforderlich. Puffern mit Futter, Erntegut oder Mischfutter guter Qualität kann das Wiederkäuen verstärken, so dass die Kühe aktiver werden und mehr Milch liefern.
  • Wenn mehr als 12 kg Trockenfutter zur Verfügung stehen, ist kein Puffer erforderlich, solange ausreichend Gras für alle Kühe verfügbar ist. Puffer kann in Zeiten, in denen die Grasqualität schlechter ist, oder bei schlechten Wetterbedingungen wie anhaltender Dürre oder zu viel Regen eingesetzt werden.
  • Die Grasqualität schwankt während der gesamten Anbausaison. Daher ist es wichtig, die Futtertabellen im T4C zu überprüfen, wenn sich die Grasqualität verschlechtert, damit ein Rückgang der Milchleistung vermieden wird. Die Futtertabellen sollten die Milchmenge angeben, die eine Kuh mit Basisfütterung liefern kann. Wenn dieser Wert in den Futtertabellen nicht korrekt ist, kann dies die Milchleistung beeinträchtigen.
  • An nassen Tagen, an denen die erforderliche Trockenfutteraufnahme schwieriger zu realisieren ist, kann allen Tieren oder bestimmten Gruppen in der Herde über die vorübergehend erhöhte Einstellung in T4C eine vorübergehend erhöhte Menge Kraftfutter zugeteilt werden. Auch eine vorübergehende Verringerung ist bei Bedarf möglich.


Für weitere Informationen zur Verwendung von Weidegras als Bestandteil der Ernährung und der Wahl der besten Kraftfutterergänzung und die Pufferstrategie für Ihre Herde wenden Sie sich bitte an Ihren örtlichen Lely FMS-Vertreter oder Ihr örtliches Lely Center.

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