Praxisbericht: Mehr Zeit für's Herdenmanagement Milchviehbetrieb - Lely Astronaut - Germany

Dichte Wälder, sanfte Hügel und weite Wiesen – das ist Immighausen im Waldecker Land. Hier im Herzen Deutschlands bewirtschaftet die Familie Bergmann in achter Generation einen 120 ha großen Milchviehbetrieb. Nach seinem Landwirtschaftsstudium an der Fachhochschule Soest hat der Junior, Michael Bergmann die Leitung des Betriebes übernommen.

11. März 2013

Neuigkeiten

Zurzeit werden 136 Kühe der Rasse Holstein mit einer durchschnittlichen Herdenleistung von ca. 9900kg Milch/Kuh gemolken sowie 128 eigene Nachzuchttiere aufgezogen.

Bereits 1990 baute Vater Wilhelm Bergmann den ersten Boxenlaufstall, der heute für das Jungvieh genutzt wird. Nach der Rückkehr aus dem Studium entschlossen sich Michael und Wilhelm Bergmann zum Bau eines weiteren Boxenlaufstalls mit 140 Kuhplätzen. Damit stand die Frage im Raum, welches Melksystem im Stallneubau installiert werden soll. Leistungsfähiger Melkstand oder Melkroboter? Der geringere Finanz- und Platzbedarf im Vergleich zu einem Melkkarussell sowie die Einsparung einer Fremdarbeitskraft waren die entscheidenden Kriterien zugunsten eines Melkroboters.

Die nächste Entscheidung ließ somit nicht lange auf sich warten. Welcher Melkroboter bzw. welcher Hersteller ist der Richtige für den Betrieb Bergmann? Schnell war klar, der Marktführer und Pionier des automatisierten Melkens soll es sein! „So haben wir uns dann für einen Melkroboter Astronaut A3 der Firma Lely entschieden“; erklärt Michael Bergmann. „Ausschlaggebend für die Entscheidung zugunsten von Lely war die langjährige Erfahrung in der automatisierten Melktechnik, der optimale Service durch die Lely-Center sowie die benutzerfreundliche Computersoftware mit ihren vielfältigen Auswertungs- und Berichtsmöglichkeiten“, erklärt der 30-jährige Diplom-Agraringenieur weiter. Doch auch die technischen Details der Lely Astronaut Melkroboter waren für die Entscheidung ausschlaggebend. Hohe Leistungsfähigkeit, Dampfdesinfektion und der freie Kuhverkehr haben Vater Wilhelm Bergmann überzeugt.

Ab 2008 wurde die Frischmelkergruppe durch einen Lely Astronaut A3 in dem neuen doppel 3 –Reiher Boxenlaufstall mit Strohstall-Selektion gemolken. Die Altmelker wurden weiterhin von Mutter Hildegard Bergmann im vorhandenen Melkstand gemolken. Zunächst waren Michael und Wilhelm Bergmann eine hohe Auslastung des Astronaut A3 wichtig. Hierzu wurde 2010 ein Lely-Puffertank installiert und so die Leistung des Astronaut A3 auf über 740.000 kg ermolkene Milch gesteigert. Im November 2011 erfolgte mit dem Kauf und der Inbetriebnahme eines zweiten Melkroboters, einem Lely Astronaut A4, der nächste Entwicklungsschritt des Betriebes. Zeitgleich wurde der noch vorhandene Melkstand stillgelegt und der Tierbestand in 2012 auf die heutige Herdengröße aufgestockt. Die angestrebte Zielgröße des Betriebes liegt bei 1,4 Mio. kg abgelieferte Milch. Diese Marke wurde in diesem Jahr nur knapp verpasst.

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Im Vergleich betrachtet sieht Michael Bergmann im Astronaut A4 eine gelungene Weiterentwicklung gegenüber dem Astronaut A3. Er zeichnet sich aufgrund der präzisen Kamera-Positionserfassung durch mehr Laufruhe des Melkarmes und ein schnelleres Ansetzen aus. Auch die Positionierung und Erreichbarkeit der Reinigungseinheit wurde deutlich verbessert. „Die Kühe nehmen den geraden und freien Zugang des Astronaut A4 sehr gut an“, so Wilhelm Bergmann über das I-flow-concept von Lely. „Dies sorgt für einen deutlich schnelleren Kuhwechsel und ermöglicht mehr Melkungen pro Tag und somit auch mehr Milch pro Roboter und Tag“. Auch die bessere Kraftfutterdosierung für Eigenmischungen und eine verbesserte Milchmengenerfassung sind für die beiden Praktiker wichtige Verbesserungen vom A3 zum A4.

Aufgrund der Mittelgebirgslage in 422m ü. NN des Betriebes Bergmann und der zum Teil strengen Winter, werden die Serviceräume im rückwärtigen Bereich der Melkroboter bei Frost zusätzlich beheizt. Dies stellt einen störungsfreien Winterbetrieb der Melkroboter ohne Ausfallzeiten sicher. Zudem wünscht sich Michael Bergmann für die nächste Generation der Lely-Melkroboter eine genaue Restmengenerfassung in den Futterschalen sowie Bei Problemtieren wünscht sich Herr Bergmann eine Optimierung der Ansetz-Software.

Mit seiner kleinen Tochter Amelie-Sophie auf dem Arm zieht Michael Bergmann ein positives Fazit über die Umstellung seines Betriebes auf ein automatisiertes Melksystem. „Es ermöglicht uns auch zukünftig als Familienbetrieb erfolgreich Milch zu produzieren. Unsere jährliche Herdenleistung steigt kontinuierlich seit 2008 an. Dies ist auch dem deutlich verbessertem Herdenmanagement zu verdanken, für welches ich im Tagesgeschäft nun deutlich mehr Zeit aufwenden kann. Zudem habe ich auch mehr Zeit für meine kleine Familie.“

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