Lely Vector füttert 200 Kühe bei der Lages GbR in Rimbeck

Familie Lages aus Rimbeck bei Warburg im Landkreis Höxter melkt seit 2007 automatisch mit dem Lely Astronaut Robotern. Der ursprüngliche Boxenlaufstall, den Karl-Heinz und Annette Lages 1983 bauten, wurde in 3 Schritten erweitert. Nach der letzten Erweiterung kam 2010 ein weiterer Roboter des Typs A3 hinzu. Bis Ende letzten Jahres wurden alle Tiere mit einem Futtermischwagen gefüttert. Seit Januar 2015 übernimmt der vollautomatische Lely Vector das Füttern. Im Rahmen eines Vector- Informationstages des Lely Center Hessen führten wir ein Interview mit dem Betriebsleiter Stefan Lages.

10. März 2015

Neuigkeiten

Bedarfsgerechter Füttern – weniger Zeitaufwand

Warum haben Sie sich entschieden, automatisch zu füttern?
Seit der Automatisierung des Melkens, habe ich mich auch für das vollautomatische Füttern interessiert. Meine Eltern sind im Rentenalter. Meine Frau kümmert sich um unsere 3 Kinder und möchte später in ihren Beruf zurückkehren. Ich möchte in der Lage sein mit unserem Angestellten den Betrieb alleine zu führen. Das Füttern nimmt viel Zeit in Anspruch, gerade wenn man den Kühen verschiedene Rationen vorlegen möchte. Somit haben wir eine Lösung gesucht, die zu unserem Betrieb passt. Wir lassen unsere Färsen fremd aufziehen und bekommen sie 2 bis 3 Monate vor dem Kalben zurück. Diese Tiere sollten meiner Ansicht nach ebenfalls eine angepasste Ration erhalten.

Warum haben Sie sich für den Lely Vector entschieden?
Verkaufsberaterin Stefanie Grebe hat mich als Lely Kunden 2013 eingeladen, mit anderen Kunden nach Holland zu fahren, um mir dort das automatische Fütterungssystem von Lely anzusehen. Die unkomplizierte Technik hat mich beeindruckt, der geringe Energieverbrauch ebenfalls. Entscheidend waren die Aussagen des holländischen Betriebsleiters, er machte deutlich, dass er das Füllen der Futterküche 2 bis drei Mal wöchentlich seinem individuellen Zeitplan anpassen kann. Weiterhin wies er darauf hin, dass beim Lely System das Futter bei jeder Mischung stets frisch entnommen wird und in kleinen Mengen bedarfsgerecht an beliebig viele Fütterungsgruppen verteilt wird. Er konnte am T4C belegen, dass seine Futtereffizienz seit Einsatz des Vectors gestiegen war.
Der Lely Vector war für uns die perfekt Lösung, da außer der externen Futterküche kein baulicher Aufwand erforderlich war.

Was waren Ihre Bedenken am Anfang?
Grundsätzlich hatte ich keine Bedenken, verschiedene Dinge mussten aber geklärt werden:
Besonders wichtig war uns das Sicherheitskonzept, wir selbst haben kleine Kinder und auch für betriebsfremde Personen ist die Futterküche freizugänglich. Durch entsprechende Technik an den Toren wird der Deckenkran sofort außer Betrieb genommen, sobald sich jemand unerlaubt Zutritt zur Futterküche verschafft.
Ich habe mir außerdem Gedanken über die Situation des Außenfahrweges bei Schnee und Eis gemacht. Auch hier sind wir zu einer praktikablen Lösung gekommen. Der Roboter kann mit der Gummischürze problemlos Schnee zur Seite schieben. Da wir die Abwärme unserer Biogasanlage nutzen können, haben wir zusätzlich unter dem Außenfahrweg eine Fußbodenheizung installiert.

Weiterhin war ich mir nicht sicher, ob die Krananlage das Futter sauber entnimmt. In der Praxis zeigte sich schnell, dass kaum Futter liegen bleibt. Die exakte Platzierung der Blöcke im Raster ist wichtig, um die Reste so gering wie möglich zu halten.

 

Exakte Rationen, sehr gut gemischt - kleine Portionen rund um die Uhr

Welche Veränderungen gab es bei der Fütterung auf Ihrem Betrieb?

„Die Anzahl der Mischrationen hat sich erhöht. Ich bin jetzt durch die Technik in der Lage, problemlos 5 verschiedene Rationen mehrmals täglich vorzulegen und rund um die Uhr anzuschieben. Die Tiere werden frischer und bedarfsgerechter als zuvor gefüttert, und es liegt rund um die Uhr Futter vor. Diese Dinge konnte ich mit der herkömmlichen Mischwagen Fütterung und 4 Mal täglich Futter- Anschieben nicht gewährleisten. Außerdem merke ich, dass die Mischgenauigkeit mit dem Vector besser ist als vorher, obwohl die Mischzeit an sich ja viel kürzer ist. Das Futter ist locker und trotzdem gut gemischt, die Kühe selektieren nicht mehr.“

(Bildunterschrift Bedienung Stefan Lages: „Rationszusammensetzung, Tierzahl, Routen, Pausenzeiten etc.: einfache Bedienung mit der App auf dem smartphone“)

Die Kühe profitieren sehr viel vom System

Was glauben Sie, schätzen ihre Kühe an dem neuen System?

Da das Futter mehrmals täglich frisch vorgelegt wird, kommen die Tiere deutlich öfter zum Futtertisch und fressen kleine Portionen. Die Pansenbalance wird dadurch stabil gehalten und Stoffwechselstörungen können vermieden werden. Selbst für Färsen und rangniedrige Tiere gehört die Futteraufnahme seit Umstellung der Technik zum stressfreien Alltag. Die Grundfutteraufnahme hat sich stetig erhöht.

Lely Deutschland GmbH, Marketing & Communications

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