Milchproduktionsspitzen mit den richtigen T4C-Einstellungen fördern

Das Erreichen einer hohen Milchproduktion pro Roboter ist in hohem Maße von der Persistenz der Milchkuhherde abhängig, also davon, wie lange die Spitzenproduktion nach dem Kalben beibehalten wird. Das ist u.a. von der Ration und den Managementfaktoren im Stall abhängig. Außerdem sind gute Robotereinstellungen entscheidend, um die Milchproduktionsspitze beizubehalten. In diesem Artikel befassen wir uns mit den Robotereinstellungen im Managementprogramm T4C für die Förderung einer optimalen Milchproduktionsspitze.

Analyse der Laktationen in T4C

In T4C kann die Persistenz der Kuhherde in Grafik 52- Analyse- Kuhlaktationen betrachtet werden. Mit Hilfe des Filters kann eine Auswahl nach Laktationsnummer (1 und 1), (2 und 2), (3 und 99) getroffen werden. Die Grafik zeigt das Besuchsverhalten (Melkungen/Verweigerungen) und die Roboterleistungen (Fehlversuche), aber auch die durchschnittliche Tagesproduktion und das Restfutter der Herde.

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Im obenstehenden Beispiel ist zu sehen, dass die Herde (Filter > 1 Laktation) die Milchproduktionsspitze nach etwa 40 Tagen in Laktation erreicht und diese anschließend recht gut beibehält (rote Linie verläuft danach nicht steil abwärts). Es fällt jedoch auf, dass die Milchproduktion einen kleinen Rückgang zeigt, bevor diese Spitze erreicht wird (um Tag 30). Die Melkzugangstabelle verwendet für diesen Betrieb eine Trainingsperiode von 30 Tagen (Erklärung folgt in diesem Artikel). Der Anteil der Verweigerungen (lila) nimmt um Tag 30 auch etwas ab, was aber nicht zu Lasten der Zahl der Melkungen (blauer Balken) geht.

Besuchsverhalten fördern

Ziel ist ein guter Anschluss der festen Futtertabelle an die Milch-Futtertabelle. Wenn dieser Anschluss nicht gut ist, gibt es die Gefahr des Rückgangs der Milchleistung (in der Spitzenperiode) nach dem Umschalten. Es ist dann schwierig, diese Kühe an diesem Punkt in der Laktation wieder in eine Spitze zu bringen. Die Kuh kann außerdem im Hinblick auf das Besuchsverhalten in eine Abwärtsspirale geraten (sie wird nicht ausreichend stimuliert). Es ist gerade mit einem Melkroboter möglich, die Kühe gut persistent in der Produktion zu halten.

Praxisbeispiel

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In diesem Beispiel schildert Simon van Rooijen, Farm Management Support-Berater des Lely Centers Bunschoten, ein Praxisbeispiel eines Betriebs mit der Frage, die Spitzenproduktion (Persistenz) zu fördern, um so auch zugleich die durchschnittliche Produktion der Herde zu steigern.

„Aus der Analyse wurde vorrangig klar, dass es eine große Streuung der Milchproduktion der Herde gibt (T4C Bericht 43- Melken-Tagesproduktion). Anschließend habe ich die Persistenz der Herde in T4C Grafik 52- Analyse-Kuhlaktationen betrachtet. Ab Tag 60 ist zu sehen, dass die Zahl der Melkungen zurückgeht und die Zahl der Verweigerungen erheblich zunimmt. Dies ist ein Zeichen dafür, dass die Kühe zwar zum Roboter laufen, aber in den Melkungen gebremst werden (hohe Zahl Verweigerungen gegenüber Melkungen). Außerdem nimmt der Anteil Restfutter erheblich zu und beginnt die Milchproduktion zurückzugehen. Das Produktionspotenzial wird hier also nicht erreicht“, sagt Simon.

„Anschließend habe ich mir die Melkzugangseinstellungen in dem Betrieb angesehen. In der Abbildung von Melkzugang 1 ist zu sehen, dass die Trainingsperiode bis 60 Tage nach dem Kalben eingestellt ist. Das ist relativ lange und ab diesem Zeitpunkt ist auch zu sehen, dass die Kühe im Melkzugang gebremst werden (Mindestanzahl Melkungen von 4,0 à 2,3). Außerdem liegt die optimale Leistung (kg) pro Melkung höher (von 8,0 kg auf 9,0 kg). Kühe werden hier also gebremst im Besuchsverhalten à Melkungen à Milchproduktion.“

Die Empfehlung von Simon lautete, die Trainingsperiode auf 30 Tage zu verkürzen und die optimale Milchleistung (kg) der nächsten Melkung auf der gleichen Anzahl kg stehen zu lassen. Nur die Mindestanzahl Melkungen wurde auf 2,3 geändert. Die Kühe werden jetzt länger aufgebaut in der Förderung zur Milchproduktionsspitze, was sich positiv auf die Milchproduktion/Kuh und die Milch/Roboter/Tag auswirkt.

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Achtung: Ändern Sie den Melkzugang nicht ohne Grund. Wenden Sie sich bei Fragen über den Melkzugang bitte an den Farm Management Support-Berater des Lely Centers.

Zusammenfassung der Checkpunkte der Robotereinstellungen zur optimalen Spitzenproduktion von Milchkühen:

Überprüfen Sie die Spitzenmilchproduktion (Färsen gegenüber Kühen) und kontrollieren Sie das Besuchsverhalten (Melkungen/Verweigerungen) à (T4C Grafik 52- Analyse-Kuhlaktationen).

Kontrollieren Sie den Melkzugang: Auf wie viel Tage ist die Trainingsperiode eingestellt („Tage nach dem Kalben“) und was macht die „Optimale Leistung der nächsten Melkung“ und die „Zahl der Melkungen“? (Besprechen Sie das bitte mit dem Farm Management SupportBerater.)

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