Ein schwankender Milchpreis beeinträchtigt nach wie vor Deine Gewinnspanne?
Was wäre, wenn Du als Milchviehhalter Einfluss auf Deine Futterbilanz nehmen könnten?
Richte Deinen Milchviehbetrieb so aus, dass Deine Fütterungsstrategie Dich dabei unterstützt, Deine betrieblichen Ziele zu erreichen. Gerade in Zeiten schwankender Milchpreise und eines zunehmend herausfordernden Marktumfelds ist es entscheidend, die Effizienz auf Deinem Betrieb zu steigern und Deine Gewinnmarge nachhaltig zu verbessern. Doch welche Stellschrauben kannst Du selbst beeinflussen – und wie gelingt es Dir, das volle Potenzial Deiner Fütterungsstrategie auszuschöpfen?

Der Einfluss der Fütterung auf die Rentabilität eines Milchviehbetriebs
Gemeinsam mit Mark van Raalte, Manager Farm Management Support und Fütterungsexperte bei Lely, werfen wir einen Blick auf die Stellschrauben, mit denen Du die Wirtschaftlichkeit Deines Milchviehbetriebs verbessern kannst. Gerade weil die Fütterung den größten Kostenblock in der Milchproduktion ausmacht, steckt hier enormes Potenzial, Deine Gewinnspanne nachhaltig zu steigern. Die optimale Fütterungsstrategie sieht jedoch auf jedem Betrieb anders aus. Sie hängt von Deinen Zielen, den betrieblichen Voraussetzungen und den regionalen Gegebenheiten ab. Deshalb zeigen wir Dir fünf Bereiche, mit denen Du Deine Fütterung gezielt optimieren kannst.
Wähle eine Fütterungsstrategie, die zu Deinen Zielen passt
Eine erfolgreiche Fütterungsstrategie sorgt dafür, dass jede Kuh genau die Nährstoffe erhält, die sie benötigt – zur richtigen Zeit und in der richtigen Menge. Dabei gibt es verschiedene Ansätze. Manche Betriebe setzen auf eine einheitliche Totalmischration für alle Milchkühe, andere gleichen den individuellen Bedarf beispielsweise über Kraftfutter am Melkroboter aus. Entscheidend ist, dass Deine Fütterungsstrategie zu Deinen betrieblichen Zielen passt. Möchtest Du möglichst viele Liter Milch produzieren? Den Fokus auf Inhaltsstoffe legen? Oder vor allem Futterkosten senken? Deine Strategie bildet die Grundlage für alle weiteren Entscheidungen und beeinflusst direkt den wirtschaftlichen Erfolg Deines Betriebs.
Dabei spielen auch Faktoren wie Deine Betriebsgröße, die vorhandene Technik, die geografische Lage und Dein Fütterungssystem eine wichtige Rolle.
Behalte Deine Futtereffizienz im Blick
„Wenn Du die Futterkosten von den Milcherlösen abziehst, erhältst Du den Futtererlös – eine der wichtigsten Kennzahlen für die Wirtschaftlichkeit eines Milchviehbetriebs“, erklärt Mark van Raalte.
Ob Du diese Kennzahl kurzfristig oder langfristig verbessern möchtest, macht einen Unterschied. Kurzfristig arbeitest Du mit den Futtermitteln, die bereits auf Deinem Betrieb vorhanden sind. Langfristig lohnt sich dagegen der Blick auf die Qualität Deines Grundfutters. Denn hochwertiges Gras- oder Maissilage ermöglicht es häufig, weniger Kraftfutter zukaufen zu müssen.
Genauso wichtig ist das Herdenmanagement. Stelle Dir beispielsweise folgende Fragen:
- Schöpfen Deine Kühe ihr Leistungspotenzial aus?
- Ist die Fruchtbarkeit optimal?
- Erreichen Deine Kühe möglichst viele leistungsstarke Laktationstage?
Schon kleine Verbesserungen können sich langfristig deutlich auf die Wirtschaftlichkeit Deines Betriebs auswirken.
Futterqualität als Grundlage für mehr Milchleistung
Mark erläutert, inwiefern die Fütterungsstrategie mit der Milchproduktion und damit auch mit dem Milchpreis zusammenhängt.
„Wenn die Molkerei nach Liter bezahlt, ist eine Strategie, so viele Liter wie möglich zu melken, wahrscheinlich attraktiver. Je nach Standort Deiner Molkerei und der Art der Bezahlung liegt der Fokus entweder auf möglichst vielen Litern oder auf dem Fett- und Eiweißgehalt. Worauf Du Dich jedoch konzentrieren kannst, sind die Futterkosten und die Futterqualität, die wiederum die Milchproduktion der Kühe beeinflussen.“ Zudem bedeuten höhere Kosten nicht automatisch, dass Deine Futterbilanz schlechter wird, da die Milchproduktion proportional dazu steigen kann. Es ist wichtig, stets die Gesamtbilanz im Blick zu behalten.
Berücksichtige die Voraussetzungen Deines Standorts
Jeder Milchviehbetrieb ist einzigartig – und genau deshalb gibt es keine Fütterungsstrategie von der Stange.
Bodenart, Klima, Niederschläge und die verfügbare Fläche bestimmen maßgeblich, welches Grundfutter Du selbst erzeugen kannst. Auch die Möglichkeit zur Weidehaltung oder die regionalen Preise für zugekaufte Futtermittel beeinflussen Deine Entscheidungen. Während Kühe in einigen Regionen nahezu ganzjährig auf der Weide grasen können, machen klimatische Bedingungen in anderen Gebieten eine vollständige Stallhaltung erforderlich.
Eine erfolgreiche Fütterungsstrategie berücksichtigt deshalb immer die individuellen Voraussetzungen Deines Betriebs.
Automatische Fütterungssysteme für mehr Effizienz
Moderne Fütterungstechnik kann Dich dabei unterstützen, Deine Fütterungsstrategie gezielt zu optimieren und gleichzeitig Deine Futterkosten im Blick zu behalten. Ein automatisches Fütterungssystem wie der Lely Vector versorgt unterschiedliche Tiergruppen bedarfsgerecht mit der passenden Ration. Gleichzeitig sorgt die regelmäßige Vorlage von frischem Futter dafür, dass Deine Kühe jederzeit Zugang zu einer frischen Mischung haben – ein wichtiger Faktor für eine hohe Futteraufnahme, gesunde Tiere und eine konstante Milchleistung.
„Je nachdem, welches Fütterungssystem Du auf Deinem Betrieb einsetzt, unterscheiden sich unter anderem die Menge an Futterresten und die Futteraufnahme Deiner Kühe. Beides hat einen direkten Einfluss auf die Effizienz Deiner Fütterung“, erklärt Mark van Raalte.
Gemeinsam mit den Lely Spezialisten kannst Du herausfinden, welche Lösung am besten zu Deinem Betrieb und Deinen Zielen passt.




