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Fütterung neu denken!
Wie viel Erlös frisst Dein Futter?
Viele Landwirte wissen nicht, dass die Fütterung auf Milchviehbetrieben einen der größten Kostenblöcke darstellt und einen entscheidenden Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit des Betriebes hat. Dabei umfassen die Fütterungskosten nicht nur die reinen Kosten für die Futtermittel, sondern sind als Vollkosten zu betrachten. Sie machen rund 50% des Gesamtkosten auf einem Hof aus!
Auf dieser Seite möchten wir über Fütterungsdetails, Kosten und Möglichkeiten der Fütterung für die Zukunft aufklären. Wir zeigen Dir hier:
- Unabhängige Studien & Berichte
- Wissenschaftliche Arbeiten
- Berechnungen
- Artikel & nachverfolgbare Links
Wir wünschen viel Spaß beim stöbern, lesen und nachforschen!

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Fütterungs-Blog
Diesel sparen mit dem Lely Vector
Lely Center Grüb - Diesel sparen ist für viele Milchviehbetriebe längst kein Nebenthema mehr. Gerade in der täglichen Fütterung laufen Schlepper, Futtermischwagen, Hoflader oder Radlader oft jeden Tag nach dem gleichen Schema: mischen, fahren, verteilen, nachschieben. Möchte man die Abläufe verändern, Kosten reduzieren oder bedarfsorientiert Füttern ist das konventionelle Fütterungssystem sehr eingeschränkt.
Warum steckt in der Fütterung überhaupt so viel Diesel?
Die Fütterung gehört auf allen tierhaltenden Betrieben zu den Arbeiten, die jeden Tag zuverlässig erledigt werden müssen. Bei der Grundfuttervorlage kann der Unterschied im Dieselverbrauch zwischen verschiedenen Verfahren bis zu 36 Liter Diesel pro Kuh und Jahr betragen (LfL Jahresbericht, 2018).

Das zeigt: Wer über Diesel sparen im Milchviehbetrieb spricht, sollte nicht nur an Feldarbeit, Transport oder Gülleausbringung denken. Vor allem der Futtertisch ist ein Bereich, in dem täglich Energie verbraucht wird, meist unauffällig, aber über das Jahr gerechnet mit großer Wirkung.
Beim klassischen System entstehen Dieselstunden vor allem durch das Befüllen, Mischen, Fahren, Rangieren, Verteilen, Nachschieben und gegebenenfalls auch das Entsorgen der Reste. Die Landwirtschaftskammer NRW weist ausdrücklich darauf hin, dass eine gute räumliche Zuordnung von Silolager, Stall, befestigten Wegen, Siloplätzen und Wendeplatz wichtig ist, um Dieselverbrauch bei Futtermischwagen zu reduzieren. Auch beim klassischen Futtermischwagen schwankt der Dieselverbrauch von Betrieb zu Betrieb stark: Laut Untersuchungen zu Futtermischwagen entsteht eine Schwankungsbreite von etwa 10 %, abhängig u. a. von Zeitaufwand, Fahrweise, Motorisierung und Ausstattung (Landwirtschaftskammer, 2009).
Was macht der Lely Vector anders?
Der Lely Vector besteht aus einem Misch- und Fütterungsroboter sowie der Futterküche, in der das Futter gelagert, ausgewählt und geladen wird. Das System übernimmt das Mischen, Füttern und kontinuierliche Anschieben des Futters, wodurch Zeit eingespart und der Kraftstoffverbrauch reduziert werden kann.
Der Misch- und Fütterungsroboter ist batteriebetrieben und ermöglicht eine häufigere Futtervorlage, wodurch nicht einfach nur ein Schlepper durch einen Roboter ersetzt wird. Vielmehr verändert sich der gesamte Fütterungsablauf: Statt einmal oder zweimal täglich große Mengen mit Dieseltechnik vorzulegen, kann häufiger und bedarfsgerechter gefüttert werden.
Die Fütterungsküche, in der die Futterkomponenten gelagert werden, kann je nach Wetterbedingungen und Größe bis zu drei Tage Futter bevorraten. Die Software des Systems erreicht eine Fütterungsgenauigkeit der in den Misch- und Fütterungsroboter geladenen Produkte von bis zu 98 Prozent (Lely, 2026).
Für die Praxis heißt das: Der Betrieb muss weiterhin Futter bereitstellen, aber nicht mehr jede Fütterung komplett mit Schlepper und Mischwagen abfahren. Genau an dieser Stelle entsteht das realistische Potenzial, Diesel einzusparen.
Praxisversuch aus einer wissenschaftlichen Studie (Universität Mailand)
Eine wissenschaftliche Feldstudie von Prof. Tangorra und Prof. Calcante untersuchte das Lely Vector Fütterungssystem auf einem Milchviehbetrieb in Norditalien unter praktischen Bedingungen.
Folgende Ergebnisse konnten festgestellt werden:

Im Vergleich zum vorherigen System aus Schlepper und Futtermischwagen wurden in der Studie der Energieeinsatz um 97 Prozent und der Arbeitsaufwand um 79 Prozent reduziert. Die täglichen Kosten für die TMR-Fütterung lagen in der Kalkulation mit dem automatischen System um bis zu 33 Prozent niedriger als beim konventionellen System (Journal of Agricultural Engineering, 2018).

Diesel sparen heißt auch CO₂ sparen
Ein Liter Diesel setzt bei vollständiger Verbrennung etwa 2,65 kg CO₂ frei. Wenn ein Betrieb durch automatische Fütterung durchschnittlich 10 Liter Diesel pro Tag weniger verbraucht, entspricht das rechnerisch rund 26,5 kg CO₂ pro Tag oder etwa 9,7 Tonnen CO₂ pro Jahr.
Zum Vergleich: Der deutsche Strommix verursachte im Jahr 2025 durchschnittlich 344 g CO₂ pro kWh. Bei einem Stromverbrauch von 40,2 kWh pro Tag, wie in der Feldstudie gemessen, ergeben sich mit dem deutschen Strommix 2025 rechnerisch rund 13,8 kg CO₂ pro Tag. Diese 13,8 kg CO₂ entsprechen ungefähr den Emissionen von 5,2 Litern Diesel (Umweltbundesamt, 2021).
Das heißt vereinfacht: Wenn durch den Lely Vector mehr als etwa 5 Liter Diesel pro Tag eingespart werden und der Strom aus dem normalen deutschen Strommix kommt, kann die laufende CO₂-Bilanz bereits positiv ausfallen. Noch interessanter wird die Rechnung, wenn ein Betrieb selbsterzeugten Strom durch PV, Biogas oder anderen Systemen nutzt oder künftig stärker auf erneuerbaren Strom setzt.
Warum die Einsparung von Betrieb zu Betrieb unterschiedlich ist
Ein Betrieb mit langen Wegen zwischen Silo, Mischplatz und Stall hat ein anderes Einsparpotenzial als ein Betrieb mit sehr kurzen Wegen. Die DLG nennt die Entfernung zwischen Futterhalle und zu fütternden Gruppen ausdrücklich als Einflussfaktor für die Kapazität automatischer Fütterungssysteme. Auch die Anzahl der Tiergruppen, die Häufigkeit der Futtervorlage und die systembedingten Einstellungen beeinflussen die Leistung des Systems (DLG, 2014).
Bei Futtermischwagen und deren Zugmaschine zeigen sich ebenfalls, wie stark die Praxis schwanken kann: Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen berichtet bei Untersuchungen zum Dieselverbrauch von Futtermischwagen inklusive Zugmaschine von einer Schwankungsbreite von etwa ±10 Prozent (LWK Niedersachsen, 2025).
Als Einflussfaktoren nennt die Landwirtschaftskammer Niedersachsen unter anderem Zeitaufwand, Fahrweise, Motorisierung und Ausstattung der eingesetzten Maschinen.
Deshalb sollte vor jeder Investition ehrlich gerechnet werden: Wie viele Liter Diesel laufen aktuell wirklich jeden Tag in die Fütterung? Wie viele Arbeitsstunden bindet das System? Wie oft wird nachgeschoben? Welche Wege werden gefahren? Wie viele Gruppen werden gefüttert?
Solltest Du Fragen haben oder möchtest Du Deine Fütterungskosten von unserem Vertriebsberater berechnen lassen, melde Dich über unser Kontaktformular und Wir kümmern uns um Dich.
Wie viel Erlös frisst Dein Futter?
Viele Landwirte wissen nicht, dass die Fütterung auf Milchviehbetrieben einen der größten Kostenblöcke darstellt und einen entscheidenden Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit des Betriebes hat. Dabei umfassen die Fütterungskosten nicht nur die reinen Kosten für die Futtermittel, sondern sind als Vollkosten zu betrachten. Sie machen rund 40-60 % des Gesamtkosten auf einem Hof aus (M. Hoffmann/ LKV Sachsen, 2023).
Fütterungskosten sind …
- Futterkosten
- Arbeitszeit
- Maschinen
- Gebäude
- Abschreibungen (AfA)
- …
Gerade aufgrund dieses umfassenden Kostenansatzes bietet die Fütterung ein erhebliches Optimierungspotenzial. Durch eine effiziente Futterproduktion, eine bedarfsgerechte Rationsgestaltung, den gezielten Einsatz von Arbeitskräften und Maschinen sowie eine gute Auslastung der vorhandenen Infrastruktur können die Vollkosten der Fütterung gesenkt werden. Eine intensive Auseinandersetzung mit den Fütterungskosten ermöglicht es, wirtschaftliche Schwachstellen zu identifizieren und die Effizienz des Milchviehbetriebes nachhaltig zu verbessern.
„Der IOFC bewertet die Futterkosten in Relation zu den Milcherlösen“
Eine wichtige Kennzahl ist dabei IOFC („income over feed cost“), die den Erlös nach Futterkosten angibt. Sie gibt darüber Auskunft, ob eingesetzte Futtermittel effizient in Milch umgesetzt werden.
IOFC = Milchmenge (kg/Kuh) x Milcherlös (€/kg) –Futterkosten (€/Kuh)
An dieser Formel sieht man, dass der Milchpreis, ein Wechsel von Futterkomponenten (Preise), sowie die Grundfutterleistung den IOFC wesentlich beeindrucken (alles D. Völker, Landw. Betriebsberatung, 2014). An einer Beispielrechnung erkennt man die Unterschiede deutlich:

Die Differenz von 228 €/ Tag ist deutlich, im Jahr ergeben sich dabei über 83.000 € Unterschied! Obwohl die Futterkosten bei Betrieb B höher sind, kompensieren die Erlöse diese Ausgaben deutlich. Ziel ist somit, möglichst viel Milch aus seinem Futter zu machen. Das geht am einfachsten durch die Verbesserung der Grundfutterleistung. Ziel sollte hierbei sein, 50% der Milchleistung aus dem Grundfutter zu bekommen. Zum Vergleich: aktuell liegt die Grundfutterleistung deutscher Milchviehbetriebe bei 3000-5000 kg. (Rüegsegger & Dromard, 2020). Betriebswirtschaftliche Auswertungen von Milchviehbetrieben zeigen immer wieder deutlich auf, dass die Ökonomik in der Milchviehhaltung maßgeblich von der Grundfutterleistung abhängig ist.

(Pahlke, agrarheute, 2020)
Was macht nun oben genannter Betrieb B anders als Betrieb A? An der folgenden Tabelle sieht man, dass Betrieb B einen um 900kg höhere Grundfutterleistung hat und somit auch eine deutlich höhere Milchleistung erreicht. Dadurch, dass B „mehr aus seinem Grundfutter holt“, sinken auch gleichzeitig die Futterkosten und die benötigte, teure Kraftfuttermenge.

Wichtige Stellschrauben für eine hohe Grundfutterleistung sind:
- Höhere Grundfutterqualität → optimaler Schnittzeitpunkt (hohe Verdaulichkeit), saubere Ernte mit geringer Verschmutzung, gute Silierung und geringe Lagerverluste, passende Gras- und Maissorten
- Höhere Futteraufnahme → jederzeit frisches Futter am Futtertisch, ausreichend Fressplätze, regelmäßiges Anschieben des Futters, ausreichend Wasser
- Bedarfsgerechte Rationen → ausgewogenes Verhältnis von Energie, Protein und Struktur, gute Mischgenauigkeit der Totalmischration (TMR), Anpassung an Laktationsstadium und Leistungsgruppen
- Gesunde Kühe → gesunde Klauen, guter Liegekomfort, geringe Hitzebelastung, Vorbeugung gegen Pansenazidosen
Ein automatisches Fütterungssystem (AFS), wie das Lely Vector System, kann die Grundfutterleistung auf mehreren Wegen steigern:
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Vorteil |
Wirkung |
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Häufigere Futtervorlage (z. B. 6–12-mal täglich) |
Höhere Futteraufnahme |
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Immer frische TMR |
Weniger Selektion durch die Kühe |
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Exakte Mischgenauigkeit |
Konstante Nährstoffversorgung |
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Flexible Fütterungszeiten |
Weniger Leistzhwankungen |
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Geringerer Arbeitsaufwand |
Mehr Zeit für Tierkontrolle |
Studien zeigen häufig:
- 0,5 - 2 kg mehr Trockenmasseaufnahme pro Kuh und Tag (je nach Ausgangssituation)
- 0,5 - 2 kg mehr Milch pro Kuh und Tag,
- häufig auch eine bessere Grundfutterverwertung, sodass weniger Kraftfutter für die gleiche Milchleistung benötigt wird
Das verbraucht der Vector wirklich
Der Stromverbrauch der automatischen Fütterung Lely Vector ist mittlerweile vielfach und unabhängig geprüft worden, öffentlich bekannt und für alle Interessierten einsehbar. Die letzten Testungen von Lely International wurden im Frühjahr 2025, vor Einführung des Vector M2 Next, durchgeführt.
Auf der Grundlage mehrerer Untersuchungen können wir den Energieverbrauch des Vector Systems pro kg TMR, die im Betrieb gefüttert wird, realistisch einschätzen. Die Ergebnisse der Untersuchungen in 5 Betrieben zeigen einen durchschnittlichen Energieverbrauch von 0,0039 kWh pro Kilogramm TMR-Futter. Der Energieverbrauch kann von Betrieb zu Betrieb variieren, abhängig von der Kapazität, der Anzahl der Tiere, der Art der Rationen und der Routenprogrammierung.

Die Tabelle zeigt mehrere Vectorbetriebe aus der Praxis, deren Energieverbräuche von Lely International getestet wurden. In den Daten geht hervor, dass der Verbrauch (je nach Kuhanzahl, TMR-Menge, Mischzeiten, Fahrwegen usw.) auf diesen Betrieben zwischen 13,24 kWh und 40,2 kWh liegt. Vergleichbar sind aber die Energieverbäuche pro kg TMR pro Tag, diese liegen zwischen 0,0021 kWh und 0,0057 kWh. Durchschnittlich kann man also mit einem Wert von 0,004 kWh/ kg
TMR/ Tag rechnen. Mit ~5.000-15.000 kWh/ Jahr ist das Vector System sehr energiesparend.
(Quelle: alles Lely International N.V., 2025)
Futterkomponenten & Fütterungssysteme des Vectors
Welche Futterkomponenten kann der Lely Vector verarbeiten?
Lely Center Grüb - Der Lely Vector ist ein automatisches Fütterungssystem, das unterschiedliche Futterkomponenten selbstständig aufnimmt, wiegt, mischt, verteilt und anschließend regelmäßig am Futtertisch anschiebt. Das System besteht aus dem Misch- und Fütterungsroboter sowie einer Futterküche, in der die benötigten Komponenten getrennt voneinander bereitgestellt werden. Grundsätzlich kann der Vector nahezu alle üblichen Futtermittel der Milchvieh-, Jungvieh- und Rindermastfütterung verarbeiten.
Silagen
Grassilage und Maissilage gehören zu den wichtigsten Futterkomponenten für den Lely Vector. Auch Ganzpflanzensilagen und andere kompakte Silageblöcke können in der Futterküche gelagert und vom Futtergreifer portionsweise aufgenommen werden. Der Mischbehälter und die Dosierwalze des Vector Next bestehen aus Edelstahl und sind auch für den Umgang mit sauren Silagen ausgelegt.
Heu, Stroh und Ballen
Der Futtergreifer kann neben Silageblöcken auch Heu, Stroh und vorbereitete Ballen sauber aufnehmen. Die vertikale Mischschnecke und das Gegenmesser unterstützen die Zerkleinerung und Vermischung längerer Futterpartikel. Das Gegenmesser wird entsprechend den Einstellungen der Ration aktiviert, wobei es bei längeren Futterpartikeln länger in den Mischbehälter eingreift.
Frisches Gras und Nebenprodukte
Auch frisches Gras kann lose in der Futterküche bereitgestellt und mit Silagen, Kraftfutter oder Strukturkomponenten vermischt werden. Darüber hinaus kann der Vector geeignete Nebenprodukte verarbeiten, sofern diese zuverlässig aufgenommen, dosiert und gemischt werden können. Ein Praxisbetrieb verwendet beispielsweise Futterrüben gemeinsam mit Grassilage, Getreide, Eiweißfuttermitteln und Mineralfutter. Bei sehr feuchten, klebrigen oder flüssigen Komponenten muss individuell geprüft werden, ob der Greifer oder ein separates Dosiersystem eingesetzt werden sollte.
Getreide, Kraftfutter und Eiweißkomponenten
Getreide und energiereiche Komponenten wie Weizen, Gerste oder gemahlener Mais sind natürlich ebenfalls möglicher Bestandteil einer Vector-Ration. Auch Eiweißfuttermittel wie Soja, Bohnen oder zugekaufte Futtermischungen lassen sich in die Rationen integrieren. Feine und rieselfähige Futtermittel können je nach Betrieb über einen separaten Vorratsbehälter oder ein externes Dosiersystem zugeführt werden.
Mineralfutter und Zusatzstoffe
Mineralfutter und weitere Zusatzstoffe können über geeignete Mineral- oder Futterspender exakt in die Ration eingebracht werden. Separate Dosiersysteme sind besonders bei Komponenten sinnvoll, die nur in kleinen Mengen, aber mit hoher Genauigkeit benötigt werden.
Welche Futterküchen-Systeme gibt es?
Klassische Futterküche mit Greifer
In der klassischen Futterküche liegen Silagen, Ballen und lose Komponenten auf voneinander getrennten Lagerplätzen. Eine Krananlage mit Futtergreifer nimmt die benötigten Mengen auf und lädt sie nacheinander in den Misch- und Fütterungsroboter. Diese Lösung bietet besonders viel Flexibilität bei einer großen Anzahl unterschiedlicher Futterkomponenten.

Hybrid-Futterküche
Bei der Hybridlösung wird der Futtergreifer durch einen oder mehrere externe Dosierbehälter ergänzt. Häufig benötigte Hauptkomponenten können dadurch schneller geladen werden, während der Greifer weiterhin flexibel kleinere oder wechselnde Komponenten aufnimmt. Diese Variante eignet sich besonders für wachsende Betriebe mit hohen Futtermengen.

Futterbehälter
Der Vector kann auch vollständig über Futterbehälter, Turmsilos, Fördersysteme oder andere externe Zuführungen beladen werden. Diese Lösung ermöglicht hohe Beladungsgeschwindigkeiten, bietet aber meist weniger Flexibilität bei häufig wechselnden Komponenten.

Feed Center
Für besonders große Betriebe steht außerdem das Feed-Center-Konzept mit mehreren Futterküchen und bis zu vier Misch- und Fütterungsrobotern zur Verfügung.

Fazit
Der Lely Vector kann Silagen, Heu, Stroh, Ballen, frisches Gras, Nebenprodukte, Getreide, Eiweißfuttermittel, Kraftfutter, Mineralfutter und weitere geeignete Zusatzstoffe verarbeiten.
Welche Futterküche und Beladungstechnik am besten geeignet ist, hängt von den verwendeten Futtermitteln, der Tierzahl, den Rationen und den baulichen Voraussetzungen des Betriebs ab.
Gemeinsam mit Dir planen wir deshalb ein Vector-System, das zu Deiner aktuellen Fütterungsstrategie und zur zukünftigen Entwicklung Deines Betriebs passt.
Wenn wir Dein Interesse geweckt haben, melde Dich über unser Kontaktformular bei uns.
Futternacherwärmung im Stall – Ursachen, Auswirkungen und wirksame Lösungen

Wenn das Futter zum Problem wird
Eine gute Futterqualität ist die Grundlage für gesunde und leistungsfähige Tiere. Doch besonders in den warmen Monaten kann es zu einem häufig unterschätzten Problem kommen: der Futternacherwärmung. Bereits wenige Stunden nach dem Vorlegen kann sich das Futter erwärmen. Die Folge sind Qualitätsverluste, eine geringere Futteraufnahme und gesundheitliche Risiken für die Tiere.
Was ist Futternacherwärmung?
Von Futternacherwärmung spricht man, wenn sich das Futter nach der Entnahme aus dem Silo oder nach dem Anmischen im Stall durch die Aktivität von Hefen, Schimmelpilzen und anderen Mikroorganismen erwärmt. Diese Mikroorganismen nutzen Sauerstoff und leicht verfügbare Nährstoffe als Energiequelle. Dabei entstehen Wärme und Stoffwechselprodukte, die die Futterqualität erheblich verschlechtern.
Welche Auswirkungen hat die Futternacherwärmung?
1. Geringere Futteraufnahme
Erwärmtes Futter verliert an Schmackhaftigkeit. Kühe, Rinder oder andere Nutztiere nehmen weniger Futter auf oder sortieren einzelne Bestandteile aus. Dadurch sinkt die Nährstoffaufnahme der Tiere.
2. Leistungseinbußen
Eine reduzierte Futteraufnahme führt häufig zu:
* geringerer Milchleistung,
* schlechteren täglichen Zunahmen,
* reduzierter Fruchtbarkeit und
* einer schlechteren Futterverwertung.
3. Höheres Gesundheitsrisiko
Mit der Erwärmung steigt das Risiko für das Wachstum von Schimmelpilzen und unerwünschten Keimen. Diese können:
* Verdauungsstörungen verursachen,
* die Pansengesundheit beeinträchtigen,
* das Immunsystem belasten und
* im schlimmsten Fall Mykotoxine bilden.
4. Wirtschaftliche Verluste
Jede Erwärmung bedeutet einen Verlust wertvoller Nährstoffe. Zucker und leicht verfügbare Energie werden bereits von Mikroorganismen verbraucht, bevor die Tiere das Futter aufnehmen können. Gleichzeitig steigt der Anteil an Futterresten, die entsorgt werden müssen.
Woran erkennt man Futternacherwärmung?
Typische Anzeichen sind:
* spürbar warmes Futter,
* ein süßlich-alkoholischer oder gäriger Geruch,
* sichtbarer Schimmelbefall,
* verstärkte Futterreste am Futtertisch,
* sinkende Futteraufnahme der Tiere.
Bereits Temperaturanstiege von mehr als 5 °C über der Umgebungstemperatur gelten als Warnsignal.
Warum tritt Futternacherwärmung besonders im Sommer auf?
Hohe Außentemperaturen beschleunigen das Wachstum von Hefen und Schimmelpilzen. Gleichzeitig gelangt beim Entnehmen oder Mischen Sauerstoff in das Futter. Diese Kombination schafft ideale Bedingungen für die Vermehrung unerwünschter Mikroorganismen.
Maßnahmen zur Vorbeugung
Mit einigen einfachen Maßnahmen lässt sich das Risiko deutlich reduzieren:
* Silagen sauber und mit glatter Anschnittfläche entnehmen.
* Täglich ausreichend Vorschub am Silo einhalten.
* Mischwagen und Futtertisch regelmäßig reinigen.
* Futter möglichst frisch vorlegen und lange Liegezeiten vermeiden.
* Große Futtermengen auf mehrere Fütterungen verteilen.
* Bei Bedarf Silier- oder Stabilisierungsmittel einsetzen.
* Die Futtertemperatur regelmäßig kontrollieren.
Fazit
Futternacherwärmung ist mehr als nur ein Qualitätsproblem – sie beeinflusst Tiergesundheit, Leistung und Wirtschaftlichkeit eines Betriebs. Wer Anzeichen früh erkennt und konsequent vorbeugt, schützt nicht nur sein Futter, sondern auch seine Tiere und den Betriebserfolg. Gerade in den Sommermonaten lohnt sich ein genauer Blick auf die Futtertemperatur, denn frisches und stabiles Futter ist die beste Grundlage für gesunde und leistungsstarke Tiere.
Praxisbericht: Betrieb Schwarz, Fahrenzhausen

Warum der Lely Vector aus dem Stallalltag nicht mehr wegzudenken ist
Praxisbericht: Betrieb Schwarz, Fahrenzhausen
Warum der Lely Vector aus dem Stallalltag nicht mehr wegzudenken ist
Stimme aus der Praxis: Familie Schwarz berichtet über ihre langjährige Erfahrung mit dem Lely Vector
Was bringt automatische Fütterung wirklich im Alltag? Am besten beantworten diese Frage unsere Landwirte selbst, die den Lely Vector täglich im eigenen Stall einsetzen.
Familie Schwarz aus Fahrenzhausen setzt bereits seit fast neun Jahren auf den Lely Vector und berichtet, warum sie sich damals für die automatische Fütterung entschieden haben und welche Vorteile sie im täglichen Arbeitsablauf sehen.
Vom Melkroboter zur durchdachten Stallautomatisierung
Die Familie Schwarz setzt bereits seit vielen Jahren auf Lösungen von Lely. Den Anfang machte im Jahr 2001 ein Lely Astronaut A2 Melkroboter. Die positiven Erfahrungen mit dem automatischen Melken bestärkten die Familie darin, Schritt für Schritt weitere Arbeitsabläufe im Stall zu optimieren.
Mit dem Neubau des Stalls erfolgte 2016 der Umstieg auf zwei Lely Astronaut A4 Melkroboter. Heute melkt der Betrieb rund 110 laktierende Kühe. Für die Stallreinigung kommt der Lely Discovery Scraper zum Einsatz, die Fütterung übernimmt der Lely Vector.
"Die Futterhöhenmessung war für uns ein entscheidender Punkt"
– Josef Schwarz, Betriebsleiter
Bei der Entscheidung für den Lely Vector spielte vor allem die Futterhöhenmessung eine wichtige Rolle. Der Vector erkennt mithilfe eines Lasers, wie viel Futter noch am Futtertisch vorhanden ist, und legt bedarfsgerecht nach. Dadurch steht den Kühen den ganzen Tag über frisches Futter zur Verfügung – genau dann, wenn es benötigt wird.
Diese flexible und bedarfsgerechte Fütterung war für Josef Schwarz und seine Familie ein entscheidender Vorteil und ein wichtiger Grund, sich für den Vector zu entscheiden.
Entlastung im täglichen Fütterungsablauf
Neben der bedarfsgerechten Fütterung war auch die Entlastung im Arbeitsalltag ein wichtiger Entscheidungsfaktor. Der Lely Vector übernimmt das Mischen, Verteilen und Anschieben des Futters. Dadurch ist die Fütterung zuverlässig organisiert - auch am Wochenende, wenn keine Betriebshelfer auf dem Hof sind.
„Am Freitag wird die Futterküche befüllt und der Vector übernimmt die Fütterung über das gesamte Wochenende.“
– Josef Schwarz, Betriebsleiter
Gerade diese Flexibilität macht im Alltag einen großen Unterschied. Die Familie ist weniger an feste Fütterungszeiten gebunden und kann die anfallenden Arbeiten im Stall und Betrieb gezielter einteilen.
Fast neun Jahre Praxiserfahrung mit dem Lely Vector
Seit der Inbetriebnahme im Oktober 2017 ist der Lely Vector für den Betrieb Schwarz nicht mehr aus dem Stallalltag wegzudenken.
Die Kombination aus frischem Futter nach Bedarf, weniger gebundener Arbeitszeit und mehr Flexibilität im Alltag hat die Familie überzeugt.
Du möchtest wissen, ob der Lely Vector auch zu Deinem Betrieb passt?
Jeder Betrieb hat andere Voraussetzungen und Anforderungen.
Dein Ansprechpartner im Lely Center zeigt Dir gerne, wie automatische Fütterung in der Praxis funktioniert und welche Möglichkeiten der Lely Vector für Deinen Betrieb bietet.
Vergleiche die Kosten Deiner Fütterung!
Viele Leute denken, dass eine automatische Fütterung teuer ist und sie deshalb für einen Familienbetrieb nicht in Frage kommt. Wir haben einen Fütterungskalkulator erstellt, wo du Deine eigenen Kosten vergleichen kannst.
Mit dem Lely Vector Kalkulator kannst Du Deine Betriebsdaten eingeben und sehen, welche Einsparungen mit der automatischen Lely Fütterung möglich sind.
Der Kalkulator vergleicht einen gezogenen Futtermischwagen mit einem Selbstfahrer und dem Lely Vector. Berücksichtigt werden unteranderem Diesel- und Energiekosten, Arbeitskosten, Abschreibungen und Zins, Wartungs- und Versicherungskosten und Vieles mehr!
Downloade jetzt den Fütterungskalkulator!

Danke für Deine Eintragung!
Wir senden Dir den Kalkulator baldmöglichst zu! Dann kannst Du starten und Deine eigenen Daten in den Rechner eintragen.
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Viele Grüße!