Fütterungsstrategien und Robotermelken

Beim „Cows in the cloud, down to earth“ Farm Management Symposium hat Gerrit Meulenaar über unterschiedliche Fütterungsstrategien und Robotermelken referiert.

Management, Fütterung, Melken

Robotermelken und Produktionsforschung

Eine neuere Studie, die von der holländischen Zucht- und Milchkontrollorganisation CRV durchgeführt wurde, zeigte einige interessante Ergebnisse. 85% der holländischen Landwirte sind an die CRV angeschlossen. Unter anderem gibt es zwei interessante Schlussfolgerungen dieser Studie, die wir hervorheben möchten. Die erste ist, dass Lely Astronaut Betriebe 20% mehr Kühe/Betrieb zu haben scheinen, als herkömmliche Betriebe. Zweitens ist die durchschnittliche Milchleistung pro Kuh in Lely Astronaut Betrieben um 10% höher. Dies sind interessante Ergebnisse an sich, aber was bedeutet das für die Fütterung der Milchkühe?


Mehr als 1 Strategie

Wenn wir uns Abbildung 1 ansehen, sehen wir einen Benchmark-Vergleich von kg Kraftfutter pro 100 kg Milch mit Melkungen pro Kuh, Verweigerungen pro Kuh und Milchleistung pro Kuh pro Tag. Wir sehen eine Abweichung bei der Milchleistung, aber alle mit guten durchschnittlichen Melkungen pro Kuh. Die Verweigerungen nehmen mit einem geringen Kraftfutterniveau ab, sind aber noch akzeptabel.
• Weniger als 10 kg Kraftfutter pro 100 kg Milch bei 29,8 kg Milchleistung
• Zwischen 25-30 kg Kraftfutter pro 100 kg Milch bei 25,6 kg Milchleistung
• Mehr als 40 kg Kraftfutter pro 100 kg Milch bei 27 kg Milchleistung
Das bedeutet, es gibt Betriebe, die 10 kg Kraftfutter oder weniger pro 100 kg Milch füttern, aber 18% mehr Milch pro Roboter produzieren. Das bedeutet, dass es mehr als eine mögliche Fütterungsstrategie gibt. Einflussfaktoren sind zum Beispiel: Kuhgesundheit, Beweidung, Häufigkeit des Futteranschiebens und die Grundration. Die Arbeitsleistung wird bei diesen Zahlen nicht berücksichtigt. 


Abbildung 1

Bewerten

Es ist wichtig, dass die Fütterungsstrategie zum Betrieb und zum Landwirt passt. Wichtige KPIs, die zu bewerten sind, sind zum Beispiel:
• Produktion: Milch/ Fett / Protein
• Besuchsverhalten: Melkungen/ Verweigerungen / Kühe holen
• Gesundheit: Wiederkauaktivität/ Milch zu Fett-Verhältnis
• Fütterung: Kraftfutter/ Restfutter

Hohe oder niedrige Energieniveaus im Roboter/Cosmix (Kraftfutterstation) sind möglich, aber es ist wichtig, die Richtlinien zu überwachen, zu bewerten und einzuhalten. Wählen Sie eine Strategie zusammen mit dem Landwirt und dem Futterberater, die zum Betrieb und zum Landwirt passt und seinen Erwartungen entspricht. Beachten Sie die folgenden Referenzpunkte:
• Ziele Landwirt, Produktion / Arbeit / finanziell
• Beweidung/ Verfügbarkeit von Futter
• Kuhgesundheit/ Fruchtbarkeit/ Durchschnittsalter/ Körperkondition/ Leistungsniveau

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