Höhere Futteraufnahme, bessere Zunahmen: Der Lely Juno in der Bullenmast

Höhere Futteraufnahme, bessere Zunahmen: Der Lely Juno in der Bullenmast
Familie Bründermann setzt in ihrem Tretmiststall auf automatisches Futterschieben in der Bullenmast. Bereits seit 2018 schiebt ein Lely Juno 100 das Futter zwölfmal täglich an.
Wir haben im Frühjahr 2019 ein Interview mit Franz Bründermann geführt, welcher sichtlich begeistert von den Ergebnissen des Lely Juno ist. „Wer in der Bullenmast aktiv ist, sollte unbedingt das automatische Futterschieben und das damit verbundene Potenzial auf dem Plan haben“, sagt der junge Landwirt 2024 in unserem Lely Online Stammtisch.
Auffällig ruhig ist es im Stall von Familie Bründermann. Einige der 234 Bullen stehen am Futtertisch, viele liegen gemütlich im Stroh. Vom Besuch lassen sie sich kaum stören. Sofort fällt die große Rassenvielfalt auf: Von Limousin über Charolais bis hin zum typisch weißen Fleckviehkopf ist alles vertreten.
4,5 m² je Tier und viel frische Luft
Zum Zeitpunt des Interviews mästet der Betrieb den zweiten Durchgang im neu erbauten Stall. Die ersten Tiere zogen im Herbst 2017 ein. Als Viehhändler in dritter Generation haben Franz Josef Bründermann und sein Sohn Franz Hubertus bereits viele Bullenmastställe gesehen. Für ihren eigenen Neubau entschieden sie sich bewusst für einen Tretmiststall.
Insgesamt bietet der neue Stall Platz für 234 Bullen in 13 Buchten mit jeweils 5,5 x 15 Metern. Von hinten nach vorne weist der Boden ein Gefälle von drei Prozent auf. „Gerade genug, dass der Mist nach vorne wandert und wir trotzdem eine ebene Fläche haben“, erklärt der Betriebsnachfolger.
Im hinteren Bereich wird täglich mit einer Einstreumaschine am Trecker eingestreut. Im vorderen Fressbereich wird alle fünf Tage abgemistet. „Wenn frisch eingestallt wurde, sieht es zunächst so aus, als würde nichts passieren. Aber allmählich fängt der Mist dann an, sich nach vorne zu verlagern“, beschreibt der Landwirtssohn.
Ganz bewusst haben sich Vater und Sohn für dieses Haltungssystem mit vergleichsweise viel Platz pro Tier entschieden. Die klare Trennung innerhalb der Bucht ist deutlich zu erkennen: Während ein Teil der Tiere im hinteren Ruhebereich liegt, sind die Bullen im vorderen Bereich aktiver. Hier befinden sich auch die Tränken und der Futtertisch.
Fleischrassekreuzungen aus der Mutterkuhhaltung
In dem Außenklimastall sind die 234 Bullen gut aufgehoben. Obwohl ständig Frischluft in den Stall gelangt, sind die Tiere vor Zugluft geschützt. Der Betrieb mästet hier Absetzer aus der Mutterkuhhaltung. Bei den meisten Tieren handelt es sich um Kreuzungen aus Charolais, Limousin, Fleckvieh und teilweise Angus. „In den Pässen steht in der Regel Fleisch x Fleisch“, berichtet Franz Hubertus Bründermann.
Wenn die Tiere im Herbst mit etwa 250 kg eingestallt werden, kennen sie zunächst nur die Weidehaltung. Deshalb kommen sie zuerst in einen Quarantänestall. Dort werden sie langsam an das neue Futter gewöhnt, entwurmt, geimpft und auf dem Rücken geschoren, damit sie nicht schwitzen.
„Diese Tiere würden auf Vollspaltenböden nicht zurechtkommen“, sagt der junge Landwirt. Die Haltung auf Stroh war deshalb einer der Gründe für die Entscheidung zum neuen Stallsystem. Erfahrung mit anderen Haltungsformen hat die Familie ebenfalls: Zusätzlich mästet sie rund 400 Fleckviehbullen in älteren Gebäuden auf Vollspaltenböden.
Gleichmäßiges Wachstum als Ziel
Auch bei der Fütterung hat sich die Familie Bründermann im Vorfeld viele Gedanken gemacht. Damit die Bullen mit langem Hals fressen können, wurde der Futtertisch höher als üblich angelegt und leicht zur Bucht hin angeschrägt. Bereits zu Beginn der Stallplanung stand außerdem fest, dass das Anschieben des Futters automatisiert werden sollte. „Das schafft uns Freiraum, vor allem, da der Stall etwas außerhalb liegt“, erklärt Franz Hubertus Bründermann.
Noch wichtiger war ihm allerdings, die Futteraufnahme zu steigern. Im März 2018 wurde deshalb ein Lely Juno 100 im Stall installiert, welcher bis heute zuverlässig täglich im Einsatz ist.
Aufgrund der schmalen, aber tiefen Buchten kommt der Betrieb auf ein Tier-Fressplatz-Verhältnis von 2:1. Um Rangkämpfe und Gedränge am Futtertisch zu vermeiden, entschied sich die Familie bewusst gegen einen Futteranschieber, der zusätzlich Kraftfutter ausgeben kann. „Wir wollten, dass die Tiere möglichst gleichmäßig wachsen und nicht einige auf der Strecke bleiben, weil sie schlechten Zugang zum Futter haben“, sagt Franz Hubertus.
Das Kraftfutter erhalten die Bullen deshalb ausschließlich über die zweimal täglich vorgelegte Mischration. Diese besteht außerdem aus Gras, Mais, Zuckerrüben und etwas Stroh.
Zwölfmal täglich Futter anschieben
Der Lely Juno wurde so programmiert, dass er das Futter zwölfmal am Tag anschiebt. Dabei sind die Fütterungszeiten berücksichtigt. Etwa drei Stunden vor der nächsten Fütterung wird das Futter so weit angeschoben, dass die Bullen ausreichend Zeit haben, die vorhandene Ration weitgehend aufzufressen.
„Die Bullen sollen die Möglichkeit haben, sich komplett satt zu fressen. Gleichzeitig soll der Rest so gering wie möglich sein“, erläutert der Landwirt.
Mit dieser Einstellung erreicht der Betrieb nach eigener Aussage eine hohe Futteraufnahme bei nahezu keinen Futterresten. „Es macht richtig Spaß, den Jungs beim Wachsen zuzusehen“, sagt Franz Hubertus.
Die damals rund 550 kg schweren Bullen fressen insgesamt etwa drei Tonnen Frischmasse am Tag. Verglichen mit den Fleckviehbullen am Hof entspricht das einer um 1,5 kg Frischmasse je Tier und Tag höheren Futteraufnahme.
Gute Zunahmen durch ein durchdachtes Gesamtkonzept
Wer viel frisst, kann auch gut wachsen. Im ersten Durchgang im neuen Stall erreichten einzelne Tiere erstmals Nettozunahmen von 1.000 g täglich. Über den gesamten Durchgang des Jahres 2018 lagen die Nettozunahmen bei durchschnittlich 850 g. Das entsprach einer Bruttozunahme von 1.450 g je Tier und Tag.
Auch bei der Ausschlachtung schnitten die Kreuzungstiere gut ab: Mit 58 bis 61 Prozent lagen sie über den Werten der Fleckviehbullen aus den älteren Stallgebäuden, die rund 56 Prozent erreichten.
Die Familie führt die guten Ergebnisse auf das Zusammenspiel mehrerer Faktoren zurück: ein durchdachtes Stallkonzept, ausreichend Platz, eine passende Fütterung und die regelmäßige Anregung der Futteraufnahme durch den Lely Juno Futterschieber. „Besonders nachts haben die Bullen ein großes Fresspotenzial“, berichtet Franz Hubertus. Inzwischen füttert er morgens exakt die gleiche Menge wie abends. „Ich kann mich auf den Futterschieber zu 100 % verlassen, dass er unseren Bullen auch nachts das Futter gleichmäßig anschiebt“, sagt der junge Landwirt und rät Berufskollegen ebenfalls zu dem Invest in das automatische Futterschieben.
Spielst auch Du mit dem Gedanken das Anschieben des Futters zu automatisieren?
Welche Effekte hat das automatische Anschieben des Futters auf Deine Bullenmast? Gerne möchte wir Dir die Möglichkeit geben, den Lely Juno Futterschieber unter Realbedingungen in Deinem Betrieb zu testen - innerhalb der dreimonatigen Testphase hast Du ausreichend Zeit die Effekte des roten Schiebers auf Verhalten und Futteraufnahme zu beobachten und entscheidest erst dann, ob das System zu Dir und Deinem Betrieb passt, oder nicht. Sprich uns gerne jederzeit an oder fülle das angefügte Formular aus. Wir werden uns umgehend bei Dir melden.
Du möchtest nicht nur das Anschieben des Futters automatisieren, sondern auch die Futtervorlage? In unserer Bullenmastbroschüre findest Du dazu jede Menge Informationen - schau gerne mal rein.





