Betriebsleiter Heiko Kehlbeck an einem seiner vier Lely Astronaut A5 Melkroboter
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202610. März11:45

Vier Lely Astronaut A5 im Bestandsgebäude

Vier Lely Astronaut A5 im Bestandsgebäude

Wie lassen sich vier Melkroboter in ein bestehendes Stallgebäude integrieren? Familie Kehlbeck zeigt, wie vorhandene Stallkapazitäten optimal genutzt werden können. Seit Herbst 2024 übernehmen vier Lely Astronaut A5 den Großteil der Melkarbeit und sorgen für mehr Flexibilität im Arbeitsalltag sowie eine zukunftssichere Betriebsentwicklung.

Vorhandene Stallkapazitäten optimal nutzen

„Mit der Umstellung auf das automatische Melken können wir heute unsere vorhandenen Stallkapazitäten bestmöglich nutzen“, beschreibt Heiko Kehlbeck den wichtigsten Beweggrund für den Einstieg in das automatische Melken.

Der Betrieb im Landkreis Nienburg (Niedersachsen) ist eine Betriebsgemeinschaft zweier Betriebe, die bereits seit dem Jahr 2000 besteht. Während sich Heiko Kehlbeck gemeinsam mit zwei Mitarbeitern und einem Auszubildenden um den stetig gewachsenen Kuhbestand kümmert, übernimmt sein GbR-Partner Detlef Hüsemann mit einem weiteren Mitarbeiter die Außenwirtschaft. Heute werden rund 280 Kühe gehalten, etwa 240 davon werden von den vier Lely Astronaut A5 gemolken, während der restliche Bestand aktuell noch im bestehenden Melkstand bleibt.

„So richtig möglich wurde der Schritt hin zu den Robotern durch die Auslagerung der Jungviehaufzucht auf einen Nachbarbetrieb“, erklärt Heiko Kehlbeck. Dadurch wurden Stallkapazitäten frei, die heute Platz für rund 120 Kühe und zwei der vier Melkroboter bieten.

Zwei Lely Astronaut A5 erfolgreich in den bestehenden Stall integriert

Der Einbau der ersten beiden Lely Astronaut A5 erfolgte im September 2024 in einem neu angebauten Bereich des bestehenden Stallgebäudes.

„Wir haben hier zwei Felder angeschleppt und in diesem Bereich einen Roboterraum für zwei Melkroboter entstehen lassen“, berichtet der Landwirt.

Damit beide Roboter in einen gemeinsamen Selektionsbereich am Futtertisch selektieren können, wurde eine Tandemselektion integriert. Kühe aus dem hinteren Roboter werden dabei über den zweiten Roboter in den Selektionsbereich geführt.

Aufgrund einer fest installierten Güllepumpe ließ sich der Vorwartebereich nur begrenzt erweitern. Zwischen Melkbox und Stallwand stehen den Kühen heute dennoch rund drei Meter Platz zur Verfügung.

„Nach unserer Erfahrung völlig ausreichend“, fasst Heiko Kehlbeck zusammen.

Die Umstellung auf das automatische Melken

Zum Start wurden zunächst rund 70 Kühe an die beiden ersten Lely Astronaut A5 gewöhnt. „Das war eine Empfehlung des Lely Center Westerstede – und definitiv die richtige Entscheidung“, erinnert sich Heiko Kehlbeck. Die ersten Tage seien durchaus intensiv gewesen. „Nach etwa vier Tagen konnten wir aber schon deutlich erkennen, dass sich die Situation entspannte“, berichtet der Betriebsleiter, der dem automatischen Melken zunächst eher skeptisch gegenüberstand.

Weitere zwei Melkroboter ergänzen das Stallkonzept

Die beiden weiteren Lely Astronaut A5 wurden auf einer bestehenden Liegeboxenreihe installiert. „Dort stehen die Roboter sehr zentral und auf einer Achse mit den ersten beiden“, erklärt Heiko Kehlbeck.

Um Platz für die beiden Roboter zu schaffen, mussten insgesamt 18 Liegeboxen weichen. Diese entstanden an anderer Stelle durch die Umnutzung des bisherigen Wartehofs. „Auch wenn wir den Melkstand aktuell weiterhin nutzen, benötigen wir einen so großen Wartehof heute nicht mehr.“

Möglich wurde diese Umgestaltung auch durch den bereits eingesetzten Lely Discovery Collector, der sowohl die Spaltenbereiche als auch einen planbefestigten Stallbereich selbstständig sauber hält.

Wie bereits bei den ersten beiden Robotern wurde auch hier eine Tandemselektion mit einem eigenen Selektionsbereich integriert. „Ich finde es einfach sehr entspannt, wenn wir die Kühe nur bis zum Roboter treiben müssen und innerhalb der Gruppe kein Stress entsteht“, sagt Heiko Kehlbeck.

Kennzahlen bestätigen Erfolg

Ein Blick in die Lely Horizon Herdenmanagementsoftware bestätigt den erfolgreichen Start der vier Melkroboter. Mehr als 40 Kilogramm Milch pro Kuh und Tag bei durchschnittlich 3,1 Melkungen sprechen für sich.
„Ich hätte nicht gedacht, dass wir einmal mehr als 40 Kilogramm melken“, sagt der Betriebsleiter.

Gut aufgestellt für die Zukunft

Mit der Umstellung auf das automatische Melken hat sich Heiko Kehlbeck auch den Wunsch erfüllt, den Betrieb langfristig zukunftssicher aufzustellen.

„Ich werde ja auch nicht jünger“, sagt er schmunzelnd. Mit Blick auf seine beiden Söhne ergänzt er: „Bis meine Jungs den Betrieb vielleicht einmal übernehmen, sind wir jetzt auf jeden Fall gut aufgestellt.“

Wie lange Melkstand und Melkroboter noch parallel genutzt werden, ist derzeit offen. „Wir müssen jetzt erst einmal unsere neuen Routinen und Arbeitsabläufe finden. Danach schauen wir weiter“, sagt Heiko Kehlbeck mit einem Augenzwinkern. „Platz für einen weiteren Melkroboter hätten wir auf jeden Fall.“

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Eindrücke des Projektes

Lely Juno Futterschieber in einem Boxenlaufstall mit Lely Astronaut
Moderner Boxenlaufstall, aufgenommen im Rahmen einer Betriebsreportage bei Familie Kehlbeck
2 Lely Astronaut A5 Melkroboter in Reihe am Giebel platziert
2 Lely Astronaut A5 Melkroboter in Reihe aus der Stallperspektive fotografiert
2 Lely Astronaut A5 im Bestandsgebäude in Reihe platziert, Kühe im Hintergrund
2 Lely Astronaut A5 Melkroboter in Reihe aus der Stallperspektive fotografiert, im Hintergrund Kühe