Jannis Klee auf dem Futtertisch seines Boxenlaufstalles, im Hintergrund Kühe
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202617. Sept.09:36

Mit zwei Lely Astronaut A5 in die Zukunft

Aus einem leerstehenden Boxenlaufstall wurde für Familie Klee Schritt für Schritt eine Zukunftslösung. Heute melken dort zwei Lely Astronaut A5 rund 110 Kühe – unterstützt von einem Lely Juno, der stündlich für frisches Futter am Futtertisch sorgt. Die Kombination aus automatischem Melken und Futteranschieben hat den Arbeitsalltag der Familie spürbar verändert: weniger Pendeln, weniger feste Abläufe und mehr Ruhe im Stall.

06:00 Uhr morgens, der Melkstand ist vorbereitet, die ersten Kühe warten. Viele Jahre gehörte dieser feste Rhythmus zum Alltag der Familie Klee. 2020 schien der nächste Schritt bereits geplant: Ein Lely Astronaut A5 sollte im bestehenden Gebäude installiert werden. „Wir waren eigentlich startklar“, erinnert sich Jannis Klee. Doch dann ergab sich kurzfristig die Möglichkeit, einen leerstehenden Boxenlaufstall im Nachbardorf zu pachten. Aus der geplanten Installation eines Melkroboters wurde damit eine ganz neue Perspektive für den Betrieb.

Heute gehören rund 110 melkende Kühe zum Betrieb. Gemolken wird mit zwei Lely Astronaut A5, unterstützt durch einen Lely Juno Futterschieber. Der gepachtete Boxenlaufstall aus dem Jahr 2000 hatte bereits einige Jahre leer gestanden. „Es brauchte zunächst einiges an Fantasie sich vorzustellen, wie es mal werden könnte“, sagt Jannis Klee. Gemeinsam mit dem Lely Center entwickelte die Familie eine Lösung für das automatische Melken im Pachtstall. In Zusammenarbeit mit dem Verpächter wurden außerdem notwendige Renovierungsarbeiten am Gebäude umgesetzt.

Vom leerstehenden Boxenlaufstall zum automatisierten Stall

Im November 2021 wurde der erste Lely Astronaut A5 in Betrieb genommen. Er fand zunächst im Doppel-10er-Side-by-Side-Melkstand Platz. Schon bei der Planung war ein zweiter Melkroboter mitgedacht. Zum Start zogen zunächst 40 Kühe in den Pachtstall. In den folgenden zwei Jahren wuchs die Herde an den beiden Standorten auf insgesamt 110 melkende Tiere.

Die Aufteilung der Herde auf zwei Standorte mit Melkstand und Melkroboter wurde für den Familienbetrieb auf Dauer zur Belastung. Deshalb folgte im April 2025 der nächste Schritt: Ein zweiter Lely Astronaut wurde im Pachtstall installiert. Damit war der Weg zum automatisierten Melken an diesem Standort vollständig umgesetzt.

Lely Juno bringt Ruhe an den Futtertisch

Parallel zum zweiten Melkroboter kam auch ein Lely Juno Futterschieber in den Pachtstall. Für die Familie ist das vor allem deshalb eine Entlastung, weil zwischen Stamm- und Pachtbetrieb täglich mehrmals rund fünf Kilometer liegen.

Vor der Installation des Futterschiebers wurde morgens gefüttert. Über Nacht kam es jedoch immer wieder vor, dass die Kühe nicht mehr an das Futter herankamen. Heute ist der Juno stündlich auf dem 55 Meter langen Futtertisch unterwegs und schiebt das Futter regelmäßig nach. „Insgesamt hat sich damit die Dynamik rund um das Füttern deutlich entspannt“, berichtet Jannis Klee. Sein Fazit: „Wenn wir heute füttern, interessiert das kaum eine Kuh.“

Automatisches Melken für mehr Entlastung im Familienbetrieb

Die Entscheidung für das automatische Melken fiel noch vor der Betriebsübergabe im Jahr 2023 und wurde von beiden Generationen gemeinsam getroffen. Für Jannis' Vater stand nach fast 30 Jahren im Melkstand vor allem die körperliche Entlastung im Mittelpunkt. Jannis selbst interessierten besonders die Möglichkeiten der Sensortechnik. Auch die zusätzliche Melkung und die damit verbundene Milchleistungssteigerung waren Argumente für den Melkroboter.

Heute erlebt die Familie den Arbeitsalltag deutlich entspannter. Die Zahl der gemolkenen Kühe hat sich im Vergleich zur Zeit vor der Umstellung verdoppelt, ohne dass dies bei der eingesetzten Arbeitszeit entsprechend ins Gewicht fällt. „Die Umstellung hat gerade auch meine Eltern nochmal richtig motiviert“, sagt Jannis Klee. Und: „Die Arbeit ist heute einfacher und vor allem auch entspannt von einer Person zu schaffen.“

40 kg Milch und ein dritter Melkroboter als Zukunftsvision

Aktuell melken die rund 110 Kühe des Betriebes im Tagesschnitt etwa 36 bis 37 kg Milch. Nach Aussage von Jannis Klee hat die Umstellung auf das automatische Melken rund fünf Kilogramm mehr Milch gebracht. Gleichzeitig sieht er weiteres Potenzial in der Herde. Da in den vergangenen Jahren nur begrenzt selektiert werden konnte, sieht er darin nun eine wichtige Stellschraube für die weitere Entwicklung. Sein Ziel: 40 kg Milch und mehr.

Eine wichtige Grundlage ist für Familie Klee außerdem die Qualität des Grundfutters. Besonders im Bereich Grünland übernimmt der Betrieb die Arbeiten bis auf das Häckseln selbst und hat seine Flächen in den vergangenen Jahren intensiv gepflegt. Das zahlt sich aus: In diesem Jahr erreichte der Betrieb den ersten Platz im Silage-Wettbewerb der Landwirtschaftskammer.

Auch über einen dritten Melkroboter denkt Jannis Klee bereits nach. Dafür müsste zunächst eine passende Lösung für das Jungvieh gefunden werden. Die Entwicklung des Betriebes ist damit noch nicht abgeschlossen.

Du planst automatisches Melken in Deinem Stall?

Familie Klee zeigt, dass auch ein leerstehender Boxenlaufstall neue Möglichkeiten für einen Betrieb eröffnen kann. Gemeinsam mit dem Lely Center entstand Schritt für Schritt eine Lösung, die heute zwei Lely Astronaut A5 und einen Lely Juno miteinander verbindet. 

Du möchtest Deinen bestehenden Stall automatisieren oder überlegst, welche Möglichkeiten ein Umbau oder Pachtstall für Deinen Betrieb bietet? Schau gerne unsere Stalllayouts an oder wir schauen gemeinsam mit Dir auf Deinen Stall, Deine Arbeitsabläufe und Deine Ziele und entwickeln daraus eine passende Lösung.

Eindrücke des Projektes

Lely Juno Futterschieber auf einem Futtertisch, SBT Kühe fressen
zwei Lely Astronaut in Reihe platziert und aus Stallperspektive fotografiert
Lely Astronaut Melkroboter aus Roboterraumperspektive fotografiert
Landwirt Jannis Klee am Display seines Lely Astronaut Melkroboters
Boxenlaufstall für Kühe von außen fotografiert